Middels - Mit technisch starken Spielern haben die Bezirksliga-Fußballer des TuS Middels am vergangenen Sonntag gerade erst die inoffizielle ostfriesische Hallenmeisterschaft gewonnen. Auf dem Rasen im Freien lief es in der Hinrunde bislang allerdings sehr durchwachsen für die Kicker in Schwarz-Gelb. Platz neun in der laufenden Spielzeit stimmen weder Trainer noch Spieler sonderlich zufrieden, zumal es eine mehrwöchigen Durchhänger gab, bei dem die Middelser grundsätzlich als Verlierer vom Platz gingen. Das soll nicht noch einmal passieren. Wie das gelingen soll, zeigt der Harlinger-Wintercheck:
Wo liegen die Schwächen ?
„Das Gros der Fehler haben wir aufgebraucht“, sagt Tobias Ryl und blickt dabei nicht nur auf die Mannschaft, sondern auch auf sich selbst. Auffällig ist: in vielen Spielen hat seine Team in der ersten Spielhälfte gut mitgehalten, teilweise auch die Führung innegehabt. Wird allerdings die zweite Spielzeit angepfiffen, ist es oftmals vorbei mit der Herrlichkeit. „Das nur auf konditionelle Schwächen zu schieben, ist zu einfach“, sagt Ryl, der eine Vielzahl von Faktoren für die Misere sieht. 32 gelbe, davon zwei für die Offiziellen im Team, und zwei rote Karten spielen dabei sicherlich auch eine Rolle. Ein weiteres Problem: Tragende Säulen seiner Mannschaft sind immer wieder weggebrochen oder stießen erst im Laufe der Saison dazu.
Wo sind die Stärken des TuS Middels ?
Die Handschrift des Trainers ist zu erkennen und die Fähigkeiten der Spieler zeigen sich auf dem Platz. Der TuS Middels will keinen Versteckfußball spielen, sondern steht im Zeichen des Angriffs. „Wir brauchen keinen Unterschiedsspieler. Ich kann mich auf meine schnellen, sprint- und abschlussstarken Spieler verlassen“, sagt Tobias Ryl. Mit seinen technisch versierten Fußballern, die alles andere als Abwehrkanten sind, bleibt dem Trainer aber auch nicht viel anderes übrig als nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ anzutreten. Wenn eine Mannschaft das Wort Spielfreude verkörpert, dann sicherlich der TuS Middels. Und damit ist Tobias Ryl auch äußerst zufrieden. Denn so macht Fußball Spaß.
Woran wird in der Winterpause gearbeitet ?
Das Abstellen der Fehler steht ganz oben auf dem Wunschzettel des Trainers. Ruhe ins Team bringen, gerade wenn es einmal hektisch werden sollte - das gilt auch für den Trainer, der nicht dafür bekannt ist, mit seinen Emotionen hinterm Berg zu halten. Aber dabei positiv sein und bleiben? Auf jeden Fall!
Gibt es Wintertransfers ?
„Es ist brutal schwer, einen Spieler zu bekommen, wenn du auf das Wohlwollen der abgebenden Vereine angewiesen bist und keine langfristige Sperre riskieren willst“, sagt Tobias Ryl. Nichtsdestotrotz ist er aktuell mit zwei Spielern in Gesprächen, ohne dass es etwas Konkretes zu vermelden gibt. Neuzugänge sind somit nicht ausgeschlossen. Allerdings fühlt es sich für ihn bei dem einen oder anderen rekonvaleszenten Kicker seines Teams so an, als ob dieser ganz neu hinzugekommen ist. Daher gilt es, diese zunächst einmal wieder ins Team einzubinden und auf 100 Prozent Leistungsfähigkeit zu bringen.
Was ist in der Rückrunde noch drin ?
Von einem Platz unter den ersten drei Mannschaften wurde das Ziel mittlerweile auf oberes Drittel in der Abschlusstabelle angepasst. „Wenn man auf Platz neun steht, wäre alles andere auch ziemlich vermessen“, sagt Tobias Ryl. Oberste Devise ist darum jetzt, sich für den Ostfriesland-Cup zu qualifizieren. Und dafür muss mindestens Rang acht am Ende der Saison stehen.
