Nordenham - Neue Besen kehren gut - oder, wie in diesem Fall: Alte Besen kehren gut. Nachdem Bünyamin Kapakli als Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten 1. FC Nordenham Anfang der Woche sein Amt niedergelegt hatte, übernahm sein Vorgänger Mario Heinecke. Am Sonntag feierte er ein glänzendes Comeback. Der FCN gewann sein Heimspiel gegen den VfL Oldenburg II mit 3:0 (2:0).

Manchmal kann Fußball so einfach sein. 8. Minute - Eckball Felix Hohn - Kopfball Sascha Schwarze - 1:0. Besser hätten die Hausherren kaum ins Spiel kommen können. Und es kam noch besser. Nach etwas über einer halben Stunde Spielzeit eroberte sich Suayb Gürbüz den Ball am gegnerischen Sechzehner und schob überlegt zum 2:0 ein.

Das waren die einzigen beiden Nordenhamer Torchancen im ersten Durchgang. Sie waren zwar bemüht, spielerische Lösungen zu finden, aber der Ball befand sich zumeist in Reihen der Gäste. Allerdings ließ der FCN kaum etwas zu. Nur in der 23. Minute musste der Anhang einmal tief durchatmen. Aber FCN-Keeper Jendrik Heinecke parierte einen Schuss von Jannik Eilers aus kurzer Distanz bravourös.

Die Oldenburger blieben auch nach dem Seitenwechsel optisch überlegen, nur Tormöglichkeiten spielten sie sich kaum heraus. Pech hatte Noah Schröder mit einem Pfostenschuss (83.).

Da waren die Kontermöglichkeiten der Hausherren schon deutlich gefährlicher. Zwar ging ihnen mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Puste aus. Aber mehrfach lag das 3:0 in der Luft. Für endgültige Erlösung im FCN-Lager sorgte Niklas Weers in der 94. Minute. Danach pfiff Schiedsrichter Sebastian Lampe gar nicht erst wieder an.

VfL-Trainer Steffen Janßen sah seine Mannschaft überlegen. Nordenham sei zwar über die Schmerzgrenze gegangen, aber „im Normalfall hätten wir gewinnen müssen“, sagte er.

Beim FCN herrschte dagegen Erleichterung. „Freunde, das war mega“, rief Interimscoach Mario Heinecke seinen Jungs nach dem Abpfiff zu. Sein Team habe genau das umgesetzt, was vor der Partie besprochen worden war.

Es habe mit Leidenschaft gespielt und guten Fußball gezeigt. „Zweimal haben wir sicherlich Glück gehabt“, sagte Heinecke. Den Sieg hätten sich die Spieler aber verdient, weil sie großen Willen gezeigt hätten, meinte er.

Tore: 1:0 Sascha Schwarze (8.), 2:0 Gürbüz (33.), 3:0 Weers (90.+4).

FCN: Heinecke - Müller, Weers, Acar, Hedemann, Janßen, Gürbüz (79. Bruns), Sascha Schwarze, Hohn, Önder, Ramos (68. Alkan).