Nordenham/Hude - Die Bezirksliga-Fußballer des 1. FC Nordenham haben am Sonntag das Heimspiel gegen den FC Hude verdient mit 0:6 (0:2) verloren. Mit 19 Punkten belegen sie nach einem enttäuschenden Auftritt den ersten Nichtabstiegsplatz. Die Huder, die sich als spielstarkes Team präsentiert hatten, rangieren mit 36 Zählern auf Platz fünf.
Nordenhams Co-Trainer Michael Wolf, der den abwesenden Chefcoach Mario Heinecke vertrat, fehlten aufgrund der schwachen Vorstellung seiner Elf die Worte: „Hoffentlich war die Niederlage nur eine Eintagsfliege. So etwas darf im Abstiegskampf nicht passieren.“
Noch vor dem Anpfiff hatte er die Abwehrarbeit in den Mittelpunkt gerückt: „Wir haben viel zu viele Gegentore kassiert. Wir müssen defensiv einfach besser agieren“, sagte er. Seine mahnenden Worte kamen nicht an. Stark waren die Gastgeber nur in den ersten fünf Minuten zu Beginn beider Halbzeiten.
Hude verstand es geschickt, die Heimelf mit Lauf- und Zweikampfstärke vom eigenen Tor fernzuhalten. „Meine Mannschaft hat meine taktischen Anweisungen hervorragend umgesetzt“, sagte Hudes Übungsleiter Nikolai Klein.
Hude war mit gemischten Gefühlen angereist. In der Vorwoche hatte der FCH mit 2:6 beim TSV Großenkneten verloren. Zudem wussten die Gäste um den Nordenhamer Kampfgeist. Doch sie waren motiviert bis in die Haarspitzen. Wolf gab unumwunden zu: „Hude wollte den Sieg viel mehr als wir.“
Erstmals für die Gastgeber kam in der zweiten Halbzeit der 35-jährige Ex-Profi Emre Acikgoez von Edirnespor (3. Liga/Türkei) in der Innenverteidigung zum Einsatz. Er fügte sich nicht nur verbal sehr gut ein, sondern gewann auch die Zweikämpfe. Allerdings verschuldete er einen fragwürdigen Foulelfmeter, den der gefoulte Marco Prießner zum 6:0-Endstand verwandelte.
Die weiteren Gästetreffer markierten Ingmar Peters, Kian Hinte, Torben Hellemann, Mirco Ruge und Ole Schöneboom. „Wir haben unsere Chancen effizient genutzt“, sagte Klein.
Allerdings gab er zu, dass der FCN einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Teils wurde es den Huder Torschützen sehr einfach gemacht. Der Heimelf fehlte es nicht nur an Laufstärke. Vor allem fehlte die Einstellung. Es gab zu keiner Zeit ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage. Die Bälle wurden häufig ängstlich zurück gespielt. Den finalen Pass in der gegnerischen Hälfte gab es nicht. Außer einer klaren Torchance von Edsson Ramos (35.) gab es keine Nordenhamer Möglichkeiten für eine Wende.
Wolf hatte die Startelf ein wenig verändert. Jan-Luca Hedemann und Fynn Richter spielten auf den Außenpositionen in der Viererkette, um die schnellen Huder Stürmer an die Kette zu legen. Felix Hohn ackerte im Nordenhamer Mittelfeld auf der linken Seite. Er lief das Feld rauf und runter. Allerdings fehlte ihm nach einem sehr guten Start bald die Kraft.
FCN-Torhüter Jannick Richter wurde in vielen Szenen von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Das zweite Gegentor musste er sich ankreiden lassen, weil ein nicht hartgeschossener Ball im Zentrum des Tores einschlug.
Tore: 0:1 Peters (24.), 0:2 Hinte (39.), 0:3 Hellemann (51.), 0:4 Ruge (52.), 0:5 Schönboom (63.), 0:6 Prießner (67.).
FCN: J. Richter - R. Schwarze, Gielser (64. Acikgoez), F. Richter, Acar, Hedemann, Ramos (46. Weers), Gürbüz (78. Alan), S. Schwarze, Hohn, Önder (55. Ince).
