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Fußball-Oberliga BVC blickt Ligagipfel im Harz gelassen entgegen

Bodo Tarow
CLOPPENBURG - Mit einem 4:0-Heimsieg am Freitagabend gegen Kellerkind VSK Osterholz-Scharmbeck (die

NWZ

  berichtete) haben die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So sorgten sie dafür, dass die 0:3-Derbypleite in Rehden kein Thema mehr ist. Außerdem machte der Tabellenzweite einen weiteren Schritt Richtung Regionalliga und schuf mit dem achten Heimsieg die Basis für einen prickelnden Ligagipfel an diesem Sonnabend (15 Uhr) bei Spitzenreiter Goslarer SC. „Ich habe ein gutes Oberligaspiel gesehen, in dem wir zunächst etwas Geduld gebraucht haben. An unserem Sieg gab es unter dem Strich nichts zu rütteln“ resümierte BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz nach höchst einseitigen 90 Minuten.

Besonders freute sich Klütz für seinen Stürmer Eike Noparlik. Erstmals überhaupt stand der Ex-Northeimer und Oldenburger in der ersten Elf und machte mit einem unglaublichen Freistoß-Hammer das Tor zum 3:0. „Er hat eine schwere Zeit hinter sich. Das Spiel hat seiner Psyche gut getan und wird ihm garantiert viel Auftrieb geben.“

Zwar war Noparliks Treffer nicht zu toppen und hätte eine Nominierung für die Wahl zum Tor des Monats verdient, aber auch die übrigen BVC-Buden waren durchaus sehenswert. Beim Führungstreffer spitzelte Lincoln Assinouko, der mit Noparlik das Sturmduo bildete, das Kunstleder im Stile eines echten Torjägers in die Maschen. Gleiches galt für Andre Kaiser. Das Eigengewächs traf mit seiner ersten Ballberühung per Lupfer zum 4:0-Endstand. Noch spektakulärer war das 2:0, das Alexander Baal mit einer Volley-Bogenlampe erzielte.

Da Paul Kosenkow verletzungsbedingt ausgefallen war, hatte Klütz umstellen müssen. Jonas Wangler wechselte auf die rechte Außenbahn. Rogier Krohne wurde auf die linke Seite beordert. „Diese Rolle war für ihn ungewohnt. Er hat sich aber in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Klütz. Dem Topspiel in Goslar können die Cloppenburger derweil gelassen entgegenblicken, zumal Klütz dann wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen. Die Sperre Kristian Westervelds ist abgelaufen. Und Kosenkow machte klar: „Die Zerrung ist nicht so schlimm.“ Dem schnellen Rechtsfuß „droht“ derweil noch ein Nebenjob. Am 13. Mai soll er für eine Vechtaer Kreisauswahl in Lohne gegen Werder Bremen auflaufen. „Gegen Werder und vier Tage davor mit dem BVC gegen Leverkusen zu spielen, wäre schon eine riesige Sache für mich“, fiebert der 27-Jährige den Duellen mit den Bundesligisten entgegen.

Neben Kosenkow will auch Donart Sahiti, der sich in der Partie gegen Ottersberg die Schulter ausgekugelt hatte, in dieser Woche wieder ins Training einsteigen. Sollte der BVC wie schon in der Vorsaison die Punkte aus Goslar mitnehmen und mit den Harzern gleichziehen, dürfte an der Friesoyther Straße von der ersten Meisterschaft seit langem geträumt werden. Goslars Coach Manni Wölpper überließ jedenfalls nichts dem Zufall. Nachdem er seine Jungs in ein spielfreies Wochenende geschickt hatte, schaute er am Freitag beim BVC vorbei, um einigermaßen beeindruckt und mit vollen Notizblättern ins heimische Marl zurück zu fahren.

BV Cloppenburg - VSK Osterholz-Scharmbeck 4:0 (2:0).

BV Cloppenburg:

Tilling (mangels Beschäftigung nicht zu benoten) - Baal (2,5, 83. Jost), Willen (2,5), Nennhuber (2,5), Vaughan (3,0) - Thomes (3,5), Niemeyer (3,5) - Wangler (3,5, 69. Eilers), Krohne (3,5) - Assinouko (3,0), Noparlik (2,5, 83. Kaiser).

Tore:

1:0 Assinouko (25.), 2:0 Baal (34.), 3:0 Noparlik (80.), 4:0 Kaiser (85.).

Ecken:

5:0.

Chancen:

10:0.

Fazit:

Der BVC zeigte sich zum Abschluss einer Englischen Woche von der 0:3-Schlappe in Rehden erholt. Das Klütz-Team agierte konzentriert und hatte den von Beginn an einzig auf Schadensbegrenzung bedachten Gegner trotz einiger Umstellungen jederzeit im Griff. Zwar ließen die Cloppenburger mehrere gute Möglichkeiten aus, aber sie hatten die beiden ersten Chancen eiskalt genutzt. In der Schlussphase ließ der BVC seine Anhänger innerhalb von fünf Minuten noch zweimal jubeln. Verdienter kann ein Sieg nicht sein.

Spieler des Spiels:

Eike Noparlik - Cloppenburgs lange vom Verletzungspech gebeutelter Stürmer brachte sich bei seinem Startelfdebüt nachhaltig in Erinnerung. Der wuselige Ex-Northeimer sorgte in der Spitze immer wieder für Gefahr und krönte seinen Auftritt mit einem sensationellen Freistoßtreffer aus mehr als 30 Metern.

Schiedsrichter:

Georg Everwand (Göttingen) - hatte mit der jederzeit fairen Partie keine Mühe.

Zuschauer:

450.

Nächstes Spiel:

An diesem Sonnabend, 15 Uhr, bei Tabellenführer Goslarer SC.
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