Oldenburg - Wenn sie denn dürfen, wollen die Oberliga-Fußballer des VfL Oldenburg an diesem Sonntag einen Rivalen im Aufstiegskampf durch einen Sieg im direkten Duell überholen, zwei Plätze nach oben klettern und dem Spitzenduo auf die Pelle rücken. Um 14 Uhr soll das fünftplatzierte Team von Lasse Otremba (18 Spiele/34 Punkte) zum Nachholspiel beim Tabellenvierten Germania Egestorf-Langreder (18/35) antreten, doch die Austragung steht vielleicht auf der Kippe.
Interessenkonflikt: „Wir sind bereit“, sagt Otremba, weiß aber, dass der Gegner vor einem Interessenskonflikt steht. Egestorf würde am Samstag gern mit einem sehr starken Team beim Hallen-Masters in Hannover antreten – und wünscht sich daher starken Schneefall und einen unbespielbaren Platz im heimischen Stadion in Barsinghausen. „Wir haben natürlich auf Naturrasen trainiert, um uns darauf einzustellen“, betont Otremba: „Nach dosiertem Training am Donnerstag und Freitag sind am Sonntag alle frisch.“
Wiederaufstiegsträume: Das Hinspiel gewann der VfL überraschend klar 3:0. „Das Spiel war das dritte in einer englischen Woche. Egestorf-Langreder hatte auch im dritten fast mit der gleichen Elf gespielt – wir hatten im Pokal beim Rotenburger SV kräftig rotiert“, sagt Otremba mit Blick darauf, dass sein Team damals frischer wirkte als der Gegner, der von 2016 bis 2019 in der Regionalliga spielte und dann mit dem nur ein Jahr lang viertklassigen VfL abstieg. Jetzt überholt der Sieger des Verfolgerduells Heeslingen (19/37) und könnte SC Spelle-Venhaus (18/38 – Nachholspiel in Pattensen fällt aus) wie ULM Wolfsburg (18/38 – soll am Sonntag in Papenburg spielen) unter Druck setzen.
Testspiele: Die Egestorfer haben nur zweimal bei der U 21 des SC Paderborn (Oberliga Westfalen/0:0) und gegen die U 19 des JFV Calenberger Land (Regionalliga/5:1) getestet. Der VfL zeigte sich gegen die U 19 des JFV Nordwest (Regionalliga/7:o) sowie die Männer-Viertligisten Kickers Emden (2:2) und Atlas Delmenhorst (4:1) in guter Form.
Generalprobe: Am Dienstag endete die Vorbereitung mit einer Niederlage in Jeddeloh. Das 1:4 beim Regionalliga-Vierten war für Otremba aber kein Leistungsknick: „Wir hatten in den letzten 25 Minuten vor dem Pausenpfiff keine gute Phase. Da hat Jeddeloh zwei Tore gemacht. Nach der Pause hatten wir viele gute Kontersituationen, in denen Abseitsentscheidungen gegen uns nicht immer richtig waren.“
