Oldenburg - Fußball-Oberligist VfL gewann am vergangenen Sonntag hochverdient mit 2:0 gegen den Rotenburger SV. Die Tore für die Oldenburger erzielten Tade Niehues und Omar Kujabi. „Mit dem Ergebnis und auch mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden“, lobte VfL-Trainer Patrick Degen. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, deshalb geht der Sieg des VfL auch absolut in Ordnung. Wir haben grundsätzlich Probleme auf Kunstrasen“, meinte Rotenburgs Coach Tim Ebersbach: „Nach der Pause fehlte uns dann aber auch das nötige Quäntchen Glück, um einen Punkt mitzunehmen.“
Der VfL begann sehr druckvoll, obwohl die Gäste höher anliefen als sonst in ihren Auswärtsspielen. „Auf diese Spielweise hatten wir uns aber auch vorbereitet“, sagte Degen. Schon früh hatte der VfL seine ersten guten Tormöglichkeiten. Ein Schuss von Tassilo Thiele wurde noch zur Ecke abgewehrt (8. Minute). Vier Minuten später traf Moritz Brinkmann von der Strafraumgrenze nur die Lattenoberkante.
Oldenburg - Fußball-Oberligist VfL will an diesem Sonntag gegen den Rotenburger SV (15 Uhr, Hans-Prull-Stadion) wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Oldenburger haben zuletzt ihre beiden Auswärtsspiele bei den Regionalliga-Absteigern Kickers Emden (0:2) und Atlas Delmenhorst (1:4) verloren.
Vor allem die Niederlage in Delmenhorst war schmerzhaft, weil sie völlig unnötig war. Der VfL dominierte die erste Halbzeit und führte zur Pause auch verdient 1:0. Allerdings vergab der VfL in den ersten 45 Minuten auch zahlreiche Tormöglichkeiten und verschenkte so letztendlich drei Punkte.
Lange Videoanalyse
„Wir haben mit der Mannschaft in dieser Woche eine lange Videoanalyse gemacht. Dabei haben wir auch die Fehlerketten angesprochen, die zu den Gegentoren geführt haben“, erklärt VfL-Trainer Patrick Degen: „Es ging aber nicht nur um diese Fehler, sondern auch um einige allgemeine Angelegenheiten. Und dann haben wir in dieser Woche auf dem Trainingsplatz daran gearbeitet, diese Fehler zu vermeiden und andere Dinge zu verbessern.“
Spielerisch kann der VfL mit jeder Mannschaft der Liga mithalten, in zwei Bereichen zeigt die junge Mannschaft aber Defizite. Auf der einen Seite ist es die mangelhafte Chancenverwertung, auf der anderen eine gewisse Abwehrschwäche bei gegnerischen Standards. So kassierte der VfL auch in Delmenhorst die beiden ersten Gegentreffer nach Standards der Gastgeber. „Das waren Fehler, die nicht passieren dürfen. Da müssen wir einfach wacher sein“, fordert Degen.
Am Sonntag dürfte der gegen Atlas wegen seiner Gelbsperre fehlende Noah Koch wieder in die Startelf rücken. Dafür wird Mathias Comes aus Gründen der Belastungssteuerung aussetzen, seinen Platz in der Viererkette könnte Philip Onnen einnehmen. Ivan Strelnyk ist auch wieder einsatzbereit, dafür ist der Einsatz von Carsten Abbes fraglich.
RSV lauert auf Konter
Gegen Rotenburg dürfte die Chancenverwertung in den Vordergrund rücken. Der RSV steht bei Auswärtsspielen meist sehr kompakt, überlässt dem Gegner die Spielgestaltung und lauert auf Konter. So kam der RSV auch zu einem überraschenden 1:1 bei ULM Wolfsburg.
In der vergangenen Saison hatte Rotenburg trotz sieben Absteigern aus der Oberliga die Klasse souverän gehalten. Für diesen Erfolg musste der RSV aber einen hohen Preis bezahlen. In Tom Kanowski (SSV Jeddeloh), Joel Schallschmidt, Marlo Siech (beide Atlas), Jeroen Gies und Oliver Warnke (beide Heeslinger SC) verloren die Rotenburger fünf Leistungsträger.
Kurz danach wurde die offensive Spielweise des VfL auch belohnt. Rotenburg konnte bei einem Freistoß den Ball nicht weit genug klären. Niehues kam an den Ball und zirkelte ihn aus 15 Metern flach ins linke Toreck (24.). Mika Nienaber (32.) und Brinkmann (38.) hätten die Führung ausbauen können, sie verfehlten aber das Tor der Gäste. Kurz vor der Pause hatte Rotenburg seine erste gute Möglichkeit, bei einem Schuss von Lamine Diop wurde der Ball aber noch zur Ecke abgefälscht (45.).
Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Kujabi auf 2:0. Matthias Goosmann spielte den Ball über die Abwehrkette der Rotenburger, Kujabi ließ auch noch RSV-Keeper Jannis Trepp aussteigen und schob den Ball ins Netz (51.). Nach Meinung der Rotenburger hatte Kujabi bei der Annahme den Ball mit dem Arm mitgenommen.
Danach hatte der VfL einige Chancen, die Führung auszubauen, spielte seine Konter nicht sauber zu Ende. Kurz vor Schluss hatte der VfL dann Glück, dass Erik Köhler nur den Innenpfosten traf (82.). „Die erste Halbzeit von uns war sehr gut. In der zweiten Halbzeit haben wir es nach dem 2:0 aber verpasst, das 3:0 nachzulegen“, meinte VfL-Spieler Phillip Onnen.
VfL: Pöpken - Onnen (90. Tjardes), Friedrichs, Pepshi, Thiele - Goosmann (86. Wiebersiek), Nienaber (70. Koch) - Kujabi (77. Rassmann), Remmou, Brinkmann (88. Tjardes) - Niehues.
