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Fußball-Oberliga Wieso VfL Oldenburg auf (k)ein Spiegelbild trifft

Einsatzfreudig: Omar Kujabi (rechts) schoss vor einer Woche gegen Rotenburg nicht nur den 2:0-Endstand.

Einsatzfreudig: Omar Kujabi (rechts) schoss vor einer Woche gegen Rotenburg nicht nur den 2:0-Endstand.

Tobias Frick

Oldenburg - Im Duell mit einem Rivalen, der mit einer in vielen (aber nicht allen) Facetten vergleichbaren Fußball-Philosophie in der Oberliga unterwegs ist, will der VfL Oldenburg an diesem Wochenende den 2:0-Heimsieg vor einer Woche gegen den Rotenburger SV zu einer kleinen Erfolgsserie ausbauen. Das auf Rang sechs liegende Team von Germania Egestorf-Langreder, das die achtplatzierte Elf von Patrick Degen am Sonntag (14 Uhr, Stadion An der Ammerke) empfängt, hat wie diese 20 Punkte geholt, aber eine Partie weniger absolviert.

Tade Niehues (Mitte) erzielte das 1:0 für den VfL Oldenburg.

FUSSBALL-OBERLIGA So bezwang der VfL Oldenburg den Rotenburger SV

Manfred Mietzon
Oldenburg

Die Defensive: „Die Spielweise kann man mit unserer vergleichen“, sagt VfL-Trainer Degen über die Gastgeber aus der Region Hannover: „Sie wollen Fußball spielen – offensiv ausgerichteten und schnellen Kombinationsfußball.“ Dazu kommt eine disziplinierte und kompakte Defensive, die zu den besten der Oberliga gehört. Nur Kickers Emden (27:14 Tore) und Heeslinger SC (18:14) haben weniger Gegentore kassiert als Egestorf (23:15). Die Oldenburger stehen in diesem Bereich nicht so gut da (23:23).

Die Ausfälle: Allerdings muss Germania-Coach Antonios Agaoglu auf Yehor Melenivskyi verzichten. Der ukrainische Innenverteidiger sah beim 1:1 in Emden seine fünfte Gelbe Karte. Auch Degen muss wahrscheinlich umstellen. Mika Nienaber musste in dieser Woche mit dem Training aussetzen. Dafür dürfte Mathias Comes wieder im Kader stehen, der gegen Rotenburg verletzt gefehlt hatte. „Dazu sind einige leicht angeschlagen“, erklärt der Coach: „Wir werden im Abschlusstraining sehen, wer am Sonntag spielen kann.“

VfL Oldenburg will mit Videoanalyse in die Erfolgsspur

Oldenburg - Fußball-Oberligist VfL will an diesem Sonntag gegen den Rotenburger SV (15 Uhr, Hans-Prull-Stadion) wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Oldenburger haben zuletzt ihre beiden Auswärtsspiele bei den Regionalliga-Absteigern Kickers Emden (0:2) und Atlas Delmenhorst (1:4) verloren.

Vor allem die Niederlage in Delmenhorst war schmerzhaft, weil sie völlig unnötig war. Der VfL dominierte die erste Halbzeit und führte zur Pause auch verdient 1:0. Allerdings vergab der VfL in den ersten 45 Minuten auch zahlreiche Tormöglichkeiten und verschenkte so letztendlich drei Punkte.

Lange Videoanalyse

„Wir haben mit der Mannschaft in dieser Woche eine lange Videoanalyse gemacht. Dabei haben wir auch die Fehlerketten angesprochen, die zu den Gegentoren geführt haben“, erklärt VfL-Trainer Patrick Degen: „Es ging aber nicht nur um diese Fehler, sondern auch um einige allgemeine Angelegenheiten. Und dann haben wir in dieser Woche auf dem Trainingsplatz daran gearbeitet, diese Fehler zu vermeiden und andere Dinge zu verbessern.“

Traf zum 1:0 für den VfL Oldenburg: Abdallah Remmou

1:4 IM OBERLIGA-DUELL MIT ATLAS VfL Oldenburg erlebt Déjà-vu in Delmenhorst

Manfred Mietzon Jan Zur Brügge
Delmenhorst

Spielerisch kann der VfL mit jeder Mannschaft der Liga mithalten, in zwei Bereichen zeigt die junge Mannschaft aber Defizite. Auf der einen Seite ist es die mangelhafte Chancenverwertung, auf der anderen eine gewisse Abwehrschwäche bei gegnerischen Standards. So kassierte der VfL auch in Delmenhorst die beiden ersten Gegentreffer nach Standards der Gastgeber. „Das waren Fehler, die nicht passieren dürfen. Da müssen wir einfach wacher sein“, fordert Degen.

Am Sonntag dürfte der gegen Atlas wegen seiner Gelbsperre fehlende Noah Koch wieder in die Startelf rücken. Dafür wird Mathias Comes aus Gründen der Belastungssteuerung aussetzen, seinen Platz in der Viererkette könnte Philip Onnen einnehmen. Ivan Strelnyk ist auch wieder einsatzbereit, dafür ist der Einsatz von Carsten Abbes fraglich.

RSV lauert auf Konter

Gegen Rotenburg dürfte die Chancenverwertung in den Vordergrund rücken. Der RSV steht bei Auswärtsspielen meist sehr kompakt, überlässt dem Gegner die Spielgestaltung und lauert auf Konter. So kam der RSV auch zu einem überraschenden 1:1 bei ULM Wolfsburg.

In der vergangenen Saison hatte Rotenburg trotz sieben Absteigern aus der Oberliga die Klasse souverän gehalten. Für diesen Erfolg musste der RSV aber einen hohen Preis bezahlen. In Tom Kanowski (SSV Jeddeloh), Joel Schallschmidt, Marlo Siech (beide Atlas), Jeroen Gies und Oliver Warnke (beide Heeslinger SC) verloren die Rotenburger fünf Leistungsträger.

Die Tagesform: Egestorf ist seit drei Spielen ungeschlagen und die erste Mannschaft, die in dieser Saison in Emden nicht verloren hat. „Ich rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe, in dem die Tagesform und vielleicht auch die Platzverhältnisse entscheidend sein können“, sagt Degen, dessen Team vor drei Wochen bei Kickers 0:2 verloren hatte.

Die Platzverhältnisse: Wichtig dürfte auch die Chancenverwertung sein, hier hatte der VfL in den vergangenen Partien einige Probleme. Wie hart es ist, bei widrigen Platzverhältnissen einem Rückstand hinterherzulaufen, bekam der VfL nicht nur in Emden, sondern danach auch in Delmenhorst (1:4) zu spüren.

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Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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