Delmenhorst/Oldenburg - Drittes Duell mit einem Regionalliga-Absteiger, dritte Niederlage: Die Fußballer des VfL Oldenburg haben am Sonntag das Derby bei Atlas Delmenhorst 1:4 verloren. Nachdem die Gäste (jetzt 12 Spiele/17 Zähler/10. Platz) durch einen Treffer von Abdallah Remmou relativ früh in Führung gegangen waren, drehten Justin Dähnenkamp, Doppel-Torschütze Leonid Basha und Ex-VfBer Florian Stütz in den finalen 30 Minuten das Spiel zugunsten des nun punktgleichen Rivalen (12/17/8.).
Die Kritik
„In der ersten Halbzeit haben wir Ball und Gegner laufen lassen. Unser großes Manko war aber, dass wir vor der Pause nicht das zweite und dritte Tor gemacht haben. Dann wäre Atlas tot gewesen“, monierte VfL-Trainer Patrick Degen: „Dann haben wir Atlas durch zwei Standards wieder ins Spiel gebracht, danach schlecht verteidigt und keine Entlastung mehr gehabt.“
Die Chancen
Nachdem Stütz eine erste Chance für die sehr nervös beginnenden Platzherren über das Tor gejagt hatte (6. Minute), wurde der VfL immer stärker. Fynn Friedrichs leitete mit einem Steckpass das 1:0 ein. Remmou ließ Philipp Eggersglüß im Strafraum aussteigen und legte den Ball an Keeper Damian Schobert vorbei ins linke Eck. (17.). Zwei Minuten danach schoss Remmou jedoch knapp rechts vorbei, weitere zwei Minuten später knapp links. Kurz darauf scheiterte Omar Kujabi mit einem Kopfball an Schobert (23.).
Die Ansprache
Die Delmenhorster wurden erst kurz vor der Pause wieder torgefährlich, als Stütz aus kurzer Distanz an Torwart Thilo Pöpken scheiterte (39.). Drei Minuten später verhinderte Schobert zweimal gegen Tade Niehues das 2:0 für den VfL. „Ich habe in der Kabine einige Dinge laut angesprochen, weil wir in der ersten Halbzeit gar nicht auf dem Platz waren“, verriet Atlas-Coach Dominik Schmidt: „Nach der Pause haben wir ein anderes Gesicht und Moral gezeigt.“
Die Joker
Der VfL erlebte ein unschönes Déjà-vu, weil wie beim 0:2 vor einer Woche in Emden die gegnerischen Joker stachen. Zuerst traf Dähnenkamp nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus zehn Metern zum 1:1 (63.). Dann staubte Basha nach einem Pfostentreffer zum 2:1 ab (72.). Kurz vor Schluss verhinderte Schobert den Ausgleich, als er einen Heber von Mathias Comes parierte. In der Nachspielzeit machten Stütz per Elfmeter (90.+2, Foul von Matthias Goosmann an Basha) und wiederum Basha mit einem Heber den Sieg der Delmenhorster perfekt.
VfL: Pöpken - Comes, Friedrichs, Pepshi, Thiele - Goosmann, Nienaber (75. Onnen) - Kujabi, Remmou, Rassmann - Niehues (46. Brinkmann).
