Jade-Weser-Hunte - Am Freitagabend fand in der Fußball-Kreisliga Jade-Weser-Hunte der komplette 6.Spieltag statt. Große Überraschungen gab es nicht. Es gab souveräne Sieg. diverse Tore. Nur Überraschungen blieben aus. Der 1.FC Ohmstede, TuS Eversten und FC FW Zetel bilden das Führungs-Trio, der VfL Bad Zwischenahn ist auf dem Wege der Besserung, wartet aber noch auf den ersten Punktgewinn.
SV Eintracht Oldenburg - FSV Jever 0:1 (0:1)
Mit einem Auswärtssieg machten sich die Gäste aus Jever wieder auf den Heimsieg. Im Gepäck, die Punkte sieben, acht und neun und die Erkenntnis, „das man auch ein Spiel mit dem letzten Aufgebot gewinnen kann“, wie es Lutz Hagestedt vom FSV sagt. Den Gästen fehlten unter anderem berufsbedingt einige Spieler, „wir haben aber mit mannschaftlicher Geschlossenheit agiert, den Gastgebern das Leben schwer gemacht und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Wir fahren sehr zufrieden nach Hause“, sagte Lutz Hagestedt. Für Olaf Stiewe aus dem Trainerteam der Eintracht war die Niederlage indes schon ärgerlich. „Es war ein 0:0--Spiel und hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Es gab so gut wie keine Torchancen“.
Tore: 0:1 Torben Remmers (35.)
Gelb-Rot: Henk Nanninga (SVE)
SG Wangerland - SV Ofenerdiek 3:2 (1:1)
Den ersten Saisonsieg, nach vier Unentschieden zum Ligastart holten sich die Gastgeber gegen den SV Ofenerdiek und dieser Sieg war mehr als verdient. Einzig die Tatsache, dass der Sieg so knapp ausgefallen ist, war für SG-Coach Torben Wehmeyer ein kleines Manko. „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, streckenweise haben wir richtig Angriffswellen gestartet und wir hätten das Spiel viel eher entscheiden und auch um einiges höher gewinnen müssen“, sagte Wehmeyer. Zwei Torchancen reichten für den SV Ofenerdiek aus, um zwei Tore zu erzielen, was für die Wangerlänger auch ein Ansatzpunkt für die kommenden Trainingswochen sein kann. „Der Sieg geht mehr als in Ordnung und wir wollen versuchen, am Dienstag gegen Obenstrohe II nachzulegen“. Gästetrainer Nils Reckemeier konnte seiner Mannschaft indes ein Lob aussprechen. „Die Jungs haben alles gegeben und sich sehr gut verkauft. Das war schon klasse“.
Tore: 0:1 Stephan Schönberg (5.), 1:1 Jan Rieken (28.), 2:1 Michel Hinrichs (53.), 2:2 Stephan Schönberg (76.), 3:2 Jannes Köster (81./FE)
VfL Bad Zwischenahn - 1.FC Ohmstede 0:4 (0:1)
Diesen Sieg können die Oldenburger getrost als ungefährdet beschreiben. Zwischenahn stand tief, war darauf aus, den Ohmstedern das Leben schwer zu machen. „Es ist nicht immer einfach gegen ein Bollwerk anzuspielen, aber wir haben Lösungen gefunden. Am Ende haben wir drei Punkte, vier Tore und kein Gegentor aus dem Spiel geholt, das ist, was zählt“, sagte Söhnke Klatt aus dem Ohmsteder Trainerteam. Trotz dieser Niederlage konnte VfL-Coach Felix Stoffers einige wichtige Erkenntnisse gewinnen. „Unser Kader ist etwas vollzähliger geworden und wir konnten taktisch wie läuferisch schon überzeugen. Man muss die starke Qualität der Gäste dazu einordnen, aber wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den letzten Spielen und wir haben den Ohmstedern das Leben doch lange schwer gemacht“, sagte Stoffers.
Tore: 0:1 Mirko Köster (43.), 0:2 Devin Dollmann (60./FE), 0:3, 0:4 Maximilian Czerniak (67./90.)
TV Metjendorf - TuS Eversten 1:3 (1:2)
Einen ungefährdeten Auswärtssieg fuhren die Oldenburger in Metjendorf ein und behaupten sich weiter in der Spitzengruppe. Zwar gingen die Ammerländer per Kopfball in Führung, doch mit dem Ausgleich nach einer Ecke nahmen die Gäste die Partie endgültig in ihre Hände. „Wir sind dann mit 2:1 in Führung und ich muss sagen, ich habe selten so ein schön herausgespieltes Tor gesehen, das war schon klasse gespielt“, sagte TSE-Coach Tom Agena. In der zweiten Hälfte sah Agena ein Spiel auf ein Tor und Metjendorfer, die zusehends an Kraft verloren. „Wir sind sehr froh über den Erfolg und mit diesem Sieg lässt es sich doch gut auf das Stadtfest gehen“. Für die Gastgeber galt, „wir waren aufgrund einer sehr dünnen Personaldecke nicht gut aufgestellt. Aufgrund dessen bin ich zufrieden, die Jungs haben sich gut verkauft und dagegengehalten, der Sieg für Eversten geht in Ordnung“, sagte TVM-Coach Timo Schilling.
Tore: 1:0 Tobias Martini (7.), 1:1 Kai Dannehl (13.), 1:2 Jose Moronta Ocana (26.), 1:3 Matthis Jasper Trau (66.)
SG FriPe - TuS Obenstrohe II 3:0 (1:0)
Nicht viel zu holen gab es für die Gäste in Petersfehn an diesem Abend. „Wir konnten nur mit zwölf Spielern antreten, da viele noch verletzt sind. Aber ich bin mit der Leistung sehr zufrieden“, sagte TuS-Coach Christian Rottler. Seine Mannschaft musste sich auf Defensivarbeit beschränken und FriPe das Feld überlassen. „FriPe hatte auch 80 Prozent Ballbesitz und das Ergebnis geht auch voll in Ordnung. Ich hoffe nur, das sich zeitnah unser Lazerett wieder lichtet und wir dann auch langsam wieder kreisligatauglich sein werden“, sagte Rottler. Für FriPe-Coach Dominik Maas war dieser Sieg ein Erfolg in einem Geduldspiel. „Wir haben gegen einen tief stehenden Gegner schon Lösungen gefunden, in der ersten Hälfte fehlte uns aber ein wenig das Tempo“, sagte Maas. Obenstrohe habe auf Konter gelauert, FriPe mit den ersten beiden Toren zwei von zahlreichen Flanken verwertet. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, hätten aber etwas effektiver mit unseren Chancen umgehen können“, sagte der Trainer der Ammerländer.
Tore: 1:0, 2:0 Ole Arndt (25./54.), 3:0 Jannis Urbanek (66./FE)
FC FW Zetel - SVE Wiefelstede 1:0 (1:0)
Dennis Rehbein wurde in dieser Partie zum Matchwinner. Sein Kopfball nach einer Flanke von Santy Bruns entschied das Spiel in der ersten Hälfte.Es gab im Spielverlauf wenige Torchancen auf beiden Seiten. „Es hätte alles passieren können, bei diesem Ergebnis und weil es halt auch ein offenes Spiel war“, sagte Zetel-Coach Wilko Eggers. Alles in allem war es ein ausgeglichenes Spiel, „aber ohne wirklich zwingende Torchancen“, sagte Eggers, der sich jedoch nur halbwegs über den Sieg freuen konnte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit zog sich Emilian Kändler eine Fußverletzung bei einem Zweikampf zu und musste zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden. „Emilian war der beste Mann auf dem Platz und die Verletzung trübt den Sieg doch schon ein wenig“, sagte Wilko Eggers. Mit einem Punkt hätte Gästetrainer Mario Anderer indes leben können. „Die zweite Hälfte gehörte uns ein wenig mehr und wir haben mit zunehmender Spieldauer auch aufgemacht. Ein Remis wäre sicher in Ordnung, aber momentan kassieren wir Gegentreffer nach einfachen Fehlern. Das müssen wir abstellen, damit wir den Anschluss zu den oberen Rängen nicht völlig aus den Augen verlieren“.
Tor: 1:0 Dennis Rehbein (30.)
WSC Frisia Wilhelmshaven II - VfL Edewecht 2:1 (2:1)
„Wir sind auf dem kleinen und engen nicht richtig ins Spiel gekommen“, sagte Edewecht-Coach Christian Hillje, der jedoch eine Punkteteilung schon für angemessen gehalten hätte. Auf den Rückstand konnten die Ammerländer noch antworten, „beim 2:1 hatten wir etwas mehr aufgemacht, in der Rückwärtsbewegung nach einem weiten Schlag nicht konsequent verteidigt und dann brauchte der Spieler nur noch einschieben“, sagte Hillje, dessen Mannschaft in der Schlussphase aber schon zwei gute Chancen zum Ausgleich vergab. „Das war heute ein Satz mit X, der Platzverweis hat dann sein übriges zur Laune getan“. Auch die Laune bei Frisia-Coach Marcel Jüttner war nicht auf Top-Niveau. „Edewecht hat das sehr gemacht als Aufsteiger und sie werden auch mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Aber, wir hätten das Spiel trotzdem eher entscheiden müssen, den wir hatten sehr gute Chancen“. Seine Mannschaft habe an dem Abend nicht das bekannte Gesicht gezeigt, wichtig war Jüttner aber, „das die Jungs in der Schlussphase, in der Edewecht auf den Ausgleich drängte, als Team das 2:1 über die Zeit gebracht hat. Die Jungs sind selbst unzufrieden und wir wollen am Mittwoch gegen Zetel wieder zu alter Stärke auflaufen“.
Tore: 1:0 Julian Mülder (4.), 1:1 Patrick Block (30.), 2:1 Nayil Nalbant (45.)
Rote Karte: Nikita Starcev
SG SW Oldenburg - TuS Jaderberg 2:2 (2:1)
Jakob Ahlrichs, Coach der Sandkruger, erlebte ein Deja-vu zum Heimspiel gegen den FSV Jever am vergangenen Dienstag. Wie schon gegen Jever kassierten die Sandkruger auch in der Nachspielzeit den Gegentreffer zum Ausgleich. „Wir sind ja gut ins Spiel gekommen und haben zur Pause verdient geführt. Auch in der zweiten Hälfte lief unser Spiel gut, doch statt eines verdienten dritten Treffers mussten wir wieder den späten Ausgleich einstecken. Das ist ärgerlich, die Jungs sind auch bedient aber wir werden weiter mit Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen“, sagte Ahlrichs. Die Gäste können mit dem Remis sehr gut leben. „Wir haben verdient geführt, danach leider das Fußballspielen ein wenig eingestellt“, sagte TuS-Coach Hakan Cengiz. „In der zweiten Hälfte haben die Jungs wieder eine gute Leistung gezeigt und sich am Ende mit dem 2:2 belohnt. Alles in allem war es ein leistungsgerechtes Ergebnis“.
Tore: 0:1 Lukas Von-Waaden (7.), 1:1 Maris Noah Heyen (20.), 2:1 Aaron Krumdiek (45.), 2:2 Christopher Nickel (90.+2.)
