Holtriem - Die Fußballer des TuS Holtriem mischen in der Ostfrieslandliga wieder ganz oben mit. Und geht es nach Trainer Mario Friedrichs, bleibt das auch so. Dafür muss am Donnerstag ein Sieg her, wenn der TuS Weene zu Gast auf dem Kunstrasenplatz in Westerholt ist. Anpfiff ist um 20 Uhr. Die Vorgabe ist dabei klar. „Das ist ein Heimspiel. Und Heimspiele müssen wir gewinnen“, sagt Friedrichs zuversichtlich.

Dass der Trainer so optimistisch auf das Nachholspiel blickt, liegt am Personal, das ihm zur Verfügung steht. Dabei ist keinesfalls der ganze Kader da. Gleich mehrere Leistungsträger werden fehlen. „Die Auswärtigen Spieler sind wohl nicht da. Leon Wübbenhorst ist nach der Gelb-Roten Karte eh gesperrt“, sagt Friedrichs erstaunlich gelassen. Er weiß, dass er noch einige Trümpfe in der Hinterhand hat. „Wir haben uns im Sommer ja nochmal verstärkt. Da sind einige echt gute junge Spieler dazugekommen“, erklärt er. Und die sind da, wenn sie gebraucht werden. Das hat sich unter anderem am vergangenen Sonntag gezeigt, als in der Partie gegen den Holter SV das Personal knapp wurde. Trotz der Engpässe setzte sich Holtriem mit 3:1 durch. Zudem ist auch bei den alteingesessenen Leistungsträgern wieder Ruhe eingekehrt. Thorsten Lettau, der zu Beginn der Saison wochenlang wegen einer Sperre und eines anschließenden Urlaubs fehlte, ist ebenso wieder im Rhythmus wie Renke Wübbenhorst, der nach einer Verletzung erst langsam wieder zu alter Form gefunden hat. Eine spezielle Vorbereitung auf den kommenden Gegner hat es in Holtriem nicht gegeben. Das liegt aber nicht daran, dass Friedrichs sich nicht mit Weene beschäftigt hat. Sondern vielmehr daran, dass der Gegner ständig mit wechselndem Personal aufläuft und auch die Ergebnisse nur wenig aussagekräftig sind. „Das ist so eine Wundertüte. Mal liefern die gut ab, dann enttäuschen die wieder“, sagt er. Auch im Hintergrund hat es schon im Sommer rumort. Eigentlich sollte die Trainerposition neu besetzt werden. Letztlich hat sich Marco Frerichs aber doch bereit erklärt, erst einmal weiterzumachen.

„Wir gucken da lieber auf uns. Damit sind wir bisher ja ganz gut gefahren“, sagt Friedrichs. Er weiß, dass er sich auf sein Team verlassen kann. Die Stimmung in der Mannschaft sei sehr gut und auch diejenigen, die nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben, sind da, wenn sie gebraucht werden. Zudem hat der TuS Holtriem einen Vorteil gegenüber vielen anderen Vereinen. In Westerholt gibt es einen Kunstrasen, daher ist fast rund ums Jahr Training möglich. Das soll sich auch am Donnerstag auszahlen, wenn der TuS Weene anreist.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung