Der alte Coach in Jeddeloh ist auch der neue Coach: Am Donnerstagabend soll Björn Lindemann das erste Training leiten und damit den Grundstein für den Klassenerhalt des SSV Jeddeloh in der Regionalliga legen.

In seiner ersten Saison im Ammerland hatte Lindemann direkt eine Spielzeit mit allen Facetten erlebt. Nach einer sensationellen Hinrunde mit sehenswertem Offensivfußball, die die Jeddeloher auf Platz vier abschlossen, schlich sich nach der Winterpause ein Spannungsabfall ein. So mussten die Ammerländer bis zum letzten Spieltag zittern, ehe der Klassenerhalt mit einem 2:0-Heimsieg gegen Havelse perfekt gemacht wurde.

Nun ist Lindemann zurück am Küstenkanal, den Druck aus dem Abstiegskampf kennt er bereits. Viele Chancen gibt es jedoch nicht mehr. In den letzten elf Saisonspielen müssen die Jeddeloher dringen punkten. Hauptaugenmerk wird Lindemann auf die harmlose Offensive der Jeddeloher legen müssen. Nur 28 Treffer in 23 Partien sind zu wenig. Dass er das ändern kann, hat er in der Vorsaison gezeigt.

In der Außendarstellung des Vereins wirft die Rolle rückwärts von Lindemann zu Key Riebau und wieder zu Lindemann zurück jedoch kein gutes Licht auf den SSV Jeddeloh – gerade vor dem Hintergrund, dass sich im April 2023 Lindemann und der SSV auf eine Vertragsverlängerung geeinigt hatten, nur um dann zwei Monate später die Zusammenarbeit zu beenden. Eine klare Linie, wie sich die Ammerländer – gerade auch langfristig – ausrichten wollen, um in der Regionalliga in Zukunft mehr als den jährlichen Abstiegskampf auszurufen, fehlt.

Am Ende bleibt Fußball aber auch in der Regionalliga ein Ergebnissport. Und so lange der im Vereinsumfeld beliebte Lindemann diese liefern kann und der Klassenerhalt erreicht wird, dürfte das Trainer-Wirrwarr am Küstenkanal schnell vergessen sein.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland