Jeddeloh - Die Fußballer des Regionalligisten SSV Jeddeloh können nach dem 3:2-Sieg gegen SC Spelle-Venhaus weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Bis zum Schlusspfiff der Partie zwischen dem Hamburger SV und Weiche Flensburg (Anpfiff 13 Uhr) liegen die Ammerländer auf Platz 14 vor den Flensburgern. Die Tore für Jeddeloh erzielten Dennis Lerche (2) und Kasra Ghawilu. Für Spelle-Venhaus trafen Philipp Elfert und Artem Popov.
Jeddeloh dominierte die Partie vom Anpfiff an, verlor aber nach Wiederbeginn die Spielkontrolle. Nachdem Spelle-Venhaus durch zwei Tore innerhalb von fünf Minuten überraschend mit 2:1 in Führung gegangen war, wechselte SSV-Trainer Björn Lindemann zweimal offensiv und auch mit Dennis Lerche den so wichtigen Sieg ein.
Jeddeloh hatte früh in die Partie seine ersten Tormöglichkeiten. So traf Tim Janßen aus 15 Metern nur die Latte (8. Minute). Danach verfehlten Robin Krolikowski (10.), Simon Brinkmann (11.) und Kasra Ghawilu (12.) aus aussichtsreicher Position das Tor der Gäste. Nach einem langen Ball von Pierre Becken auf Ghawilu entschied Schiedsrichter Giulio Horney auf Strafstoß für Jeddeloh. Ghawilu und sein Gegenspieler hatten sich beim Laufduell in den Strafraum gegenseitig gehalten, Ghawilhu stürzte dabei kurz hinter der Strafraumlinie. Den Elfmeter zitterte Ghawilu dann mit Hilfe des rechten Innenpfostens über die Torlinie (24.).
In der Folgezeit verpasste Jeddeloh es dann, mit einer deutlicheren Führung in die Kabine zu gehen. Willem Hoffrogge setzte einen Kopfball über das Tor der Gäste (28.), Ghawilu (38.) und Krolikowski (44.) zielten bei ihren Schüssen direkt auf Spelles Schlussmann Bernd Lichtenstein.
Nach Wiederbeginn stellten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf. Mit dem ersten richtigen Torschuss der Speller erzielte Kapitän Elfert mit einem Flachschuss aus 15 Metern den Ausgleichstreffer (58.). Nur fünf Minuten später traf Popov aus acht Metern zum 1:2. Lindemann reagierte auf den Rückstand sofort mit den Einwechslungen von Lerche und Sultani (65.). Lerche war kaum auf dem Platz, als er nach Zuspiel von Janßen den Ball von der Strafraumgrenze als Heber über Lichtenstein hinweg im rechten oberen Tordreieck zum 2:2 versenkte (69.).
Keine 60 Sekunden später bejubelte er schon seinen zweiten Treffer. Bei seinem Schuss aus acht Metern stand er aber im Abseits. Wenig später erzielte er aber doch sein zweites Traumtor. Aus 18 Metern knallte er den Ball unhaltbar für Lichtenstein in den linken oberen Torwinkel (72.). Danach ließ sich Jeddeloh zu sehr von den Gästen in die eigene Hälfte zurückdrängen, verteidigte aber geschickt das eigene Tor. Sultani hatte in der Schlussphase die Entscheidung auf dem Fuß, bei seinem Schuss aus 14 Metern konnte Lichtenstein den Ball aber noch zur Ecke abwehren (86.). Nach einer achtminütigen Nachspielzeit konnten die Jeddeloher dann diesen so wichtigen Heimsieg bejubeln.
SSV Jeddeloh: Bohe - Becken, von Aschwege, Kanowski, Krolikowski, Hahn (59. Bennert), Hoffrogge (65. Lerche), Ghassan, Ghawilu (65. Sultani), Brinkmann (83. Stottmann), Janßen (90.+5 Chiarodia).
