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Fußball-Regionalliga Nachholspiel verspricht mehr als 90 Minuten Spannung

Auch das letzte Duell des SSV Jeddeloh gegen BW Lohne fand unter Flutlicht statt. Am 14. April mussten sich die Ammerländer um Julian Bennert (in blau) mit 2:3 geschlagen geben.

Auch das letzte Duell des SSV Jeddeloh gegen BW Lohne fand unter Flutlicht statt. Am 14. April mussten sich die Ammerländer um Julian Bennert (in blau) mit 2:3 geschlagen geben.

Volkhard Patten

Jeddeloh - Wenn am Mittwochabend um 19 Uhr der SSV Jeddeloh und der TuS BW Lohne in der Fußball-Regionalliga im Nachholspiel aufeinandertreffen, sollte kein Zuschauer die 53acht-Arena vorzeitig verlassen. Denn beide Teams sorgten im bisherigen Saisonverlauf häufig bis tief in die Nachspielzeit für Spannung.

In fünf der elf Jeddeloher Liga-Spiele fielen in der Nachspielzeit Tore, die den Spielverlauf noch maßgeblich veränderten. So mussten die Ammerländer gegen Kilia Kiel in der 90. Minute das 1:1 hinnehmen, auch am siebten Spieltag fiel der Gegentreffer zum 2:2 für Weiche Flensburg nach Ablauf der regulären Spielzeit.

Später Doppelpack

Aber auch die Jeddeloher haben schon bewiesen, dass sie über Comeback-Qualitäten verfügen. Jannik Dellwisch gelang am dritten Spieltag der 2:1-Siegtreffer gegen Meppen in der dritten Minute der Nachspielzeit. Noch später zum Punktgewinn kam der SSV an den vergangenen beiden Spieltagen. Gegen Drochtersen/Assel markierten die Jeddeloher zwei Treffer zum 2:2 in der Nachspielzeit, am vergangenen Samstag sorgte Kasra Ghawilu in der fünften Minute der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 1:1 gegen Holstein Kiel II für den späten Punktgewinn – es war das siebte Remis im elften Spiel.

SSV setzt bei Flutlichtausbau auf Crowdfunding-Aktion

Die Arbeiten an der Infrastruktur der Jeddeloher 53acht-Arena schreiten stetig voran. Als neuestes Projekt haben die Ammerländer eine neue Flutlichtanlage, die nun mit LED-Lichtern ausgerüstet werden soll, in den Fokus gerückt.

Grund dafür ist unter anderem eine Regeländerung in den Regularien der Regionalliga. Zukünftig sind dann in den Stadien Werte von 200 Lux Pflicht, am Küstenkanal werden davon aktuell nur maximal 125 erreicht.

Deshalb hat der SSV zur Aufrüstung der Flutlichtanlage eine Crowdfunding-Aktion gestartet. „Damit haben wir vor zwei Jahren beim Ausbau unserer Tribüne gute Erfahrung gemacht“, sagt Florian Bönsch, der Jeddeloher Sportmanager.

Gesammelt werden sollen bei der Online-Aktion 7500 Euro, rund ein Zehntel der Gesamtsumme, die ansonsten über Zuschüsse vom Landkreis, der Gemeinde Edewecht, dem Landessportbund und aus einem EU-Topf gedeckt wird. „Die neue Anlage ist nicht nur nachhaltiger, wir können damit zudem Stromeinsparungen von 64 Prozent erreichen“, sagt Bönsch.

Gespendet werden kann noch bis zum 13. November. Die Fans können zudem für ihre Spende einen Gegenwert – zum Beispiel ein Foto mit dem Lieblingsspieler, SSV-Merchandise oder sogar ein Freundschaftsspiel gegen Jeddeloh – erwerben. Bisher wurden 1410 Euro gespendet.

„Wir haben einen guten Teamgeist und können daher immer wieder in solchen Spielen zurückkommen“, nannte Jeddelohs Ghawilu am Samstag nach der Partie gegen Kiel einen der Gründe, warum seine Mannschaft auch bis spät in die Nachspielzeit noch an den eigenen Erfolg glaubt. Ähnlich sah es auch Trainer Key Riebau. „Der Glaube, der Wille, die Mentalität ist bei uns immer zu spüren. Wir sind eine unglaublich schwer zu schlagendes Team“, sagte Riebau schon nach dem späten 2:2 in Drochtersen.

Lohne spät belohnt

Für emotionale Auf und Abs kurz vor Ende der Spielzeit sind aber auch die Lohner bekannt. Am fünften Spieltag traf der ehemalige Jeddeloher Marc Augé in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 1:0 gegen Spelle-Venhaus, am vergangenen Samstag gelang Malte Wengerowski in 90 +2 der 2:1-Siegreffer gegen Norderstedt. Kein Happy-End gab es für den Tabellenvierten hingegen im Duell mit Meppen am neunten Spieltag. Damals kassierten die Lohner in der Nachspielzeit noch das 2:3.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland