Jeddeloh - Hinter den Regionalliga-Fußballern des SSV Jeddeloh und ihrem neuen Trainer Björn Lindemann liegt eine turbulente Woche. Viel Zeit, um sich aufeinander abzustimmen, haben Team und Coach aber nicht. Denn wenn die Ammerländer an diesem Sonntag um 14 Uhr beim FC Teutonia Ottensen in Hamburg antreten, sollen bereits die ersten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren werden.

„Wir haben nur eine kurze Vorbereitungszeit zusammen und ich bin kein Hexenmeister. Aber ich sehe die Qualität in der Mannschaft, um am Sonntag in Ottensen direkt eine Duftmarke zu setzen“, betont der neue SSV-Coach. Nach der ersten gemeinsamen Einheit am Donnerstagabend setzte Lindemann direkt eine weitere Trainingseinheit für Samstag an. „Wir wollen alles tun, damit wir der Mannschaft für Sonntag einen klaren Plan an die Hand geben können“, sagt der Rückkehrer.

Für ihn war es ein gutes Gefühl, wieder im Ammerland zu sein. „Ich bin von den Jungs und dem ganzen Drumherum gut aufgenommen worden. Auf dem Trainingsplatz fühle ich mich sowieso wohl“, scherzt der A-Lizenz-Inhaber, der am Dienstagabend das Amt von Key Riebau übernommen hatte.

Julian Bennert verlässt SSV im Sommer

In Julian Bennert verlässt ein echtes Urgestein des SSV Jeddeloh den Verein im Sommer. Der 32-jährige Offensivspieler schließt sich zur neuen Saison dem Landesligisten GW Firrel an.

Bennert kam im Sommer 2014 vom BV Cloppenburg ins Ammerland. Seitdem bestritt er für die Jeddeloher 197 Partien in der Oberliga (81) und der Regionalliga (116). Hinzu kommen zwölf Einsätze im DFB- und Landespokal. Dabei erzielte er 76 Tore.

Er wolle nicht alle Dinge, die sein Vorgänger auf den Weg gebracht hatte, über den Haufen werfen. „Ich krempele das Team nicht komplett um. Am Sonntag werden wir keine elf neuen Spieler auf dem Platz sehen. Aber ich habe schon eine klare Idee. Jeder hat jetzt die Chance, da richtig mitzuziehen“, sagt Lindemann. Es gehe darum, kleine Schalter umzulegen und neben den Grundtugenden auch einen gepflegten Ball zu spielen. Am Ende liege es aber an den Spielern selbst. „Ich alleine kann das nicht alles bewegen, wir müssen die Leistung jetzt gemeinsam am Sonntag auf den Punkt kriegen“, betont der neue Coach, der viele Gespräche mit Spielern und seinem Trainerteam geführt hat.

Kommentar
Soll mit dem SSV Jeddeloh den Klassenerhalt in der Regionalliga schaffen: der neue Trainer Björn Lindemann.

TRAINERWECHSEL BEIM SSV JEDDELOH Der neue/alte Trainer kennt den Druck im Abstiegskampf

Lars Puchler

Wie man Ottensen knackt, weiß Lindemann genau. „In der vergangenen Saison haben wir beide Spiele gegen Ottensen gewonnen. Ich möchte gerne, dass diese Serie hält“, sagt der neue Coach mit einem Lachen. Aber im Vergleich zur Vorsaison hat sich auch bei den Hamburgern, die aktuell auf Platz sechs stehen, einiges getan. Ende Februar wurde Trainer Dominik Glawogger freigestellt, auf ihn folgte Immanuel Höhn. Auch unter dem neuen Coach blieben die Ergebnisse bisher aus. Einen 1:0-Sieg feierten die Hamburger gegen den VfB Oldenburg, ansonsten gab es 0:1-Pleiten gegen Phönix Lübeck, den Bremer SV und Hannover 96 II.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland