Jeddeloh/Norderstedt - Die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh haben am Sonntagnachmittag mit dem FC Eintracht Norderstedt die Punkte geteilt. In Schleswig-Holstein glichen die Ammerländer beim 2:2 (1:1) zweimal einen Rückstand aus. „Am Ende bin ich froh, dass wir uns für den Einsatz belohnt haben. Wir wollen nach so einem Spiel nicht die negativen Dinge in den Fokus rücken. Wir sind jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen und sind heute zweimal zurückgekommen“, sagte SSV-Trainer Key Riebau.
Fehlstart für SSV
Riebau schickte seine Jeddeloher erneut im bewährten 3-5-2-System ins Rennen. Dennoch erlebten die Ammerländer einen Fehlstart. Bereits in der ersten Minute traf Kevin Prinz von Anhalt zur Norderstedter Führung, weil der SSV den Ball nicht sauber geklärt bekam.In der Folge hielten die Jeddeloher den Kopf aber oben. Die Gäste pressten früh und wurden fast belohnt. Simon Brinkmann blockte Torhüter Arne Exner im Aufbauspiel ab, eroberte den Ball und legte zurück auf Julian Bennert. Der Angreifer schoss jedoch über das leere Tor (7. Minute).
An der munteren Partie nahmen ab der 20. Minute nun auch die Gastgeber stärker teil. Gefährlich wurde es immer, wenn die Jeddeloher den Ball im Spielaufbau verloren und in der Umschaltbewegung Lücken in der Defensive offenbarten. Nick Gutmann (23.) und Jonas Behounek (28.) konnten bei diesen Kontergelegenheiten keinen Vorteil aus der Unkonzentriertheit der Jeddeloher ziehen.
In der 30. Minute sorgte Bennert für den Höhepunkt des Tages. Conor Gnerlich legte eine Flanke von Tim Janßen per Brust ab und Bennert traf per Fallrückzieher zum Ausgleich. Kurz vor der Pause hatte dann Pierre Becken sogar die Führung auf dem Fuß. Doch der SSV-Kapitän verzog nach toller Ballannahme im Strafraum volley deutlich.
Der Start in den zweiten Durchgang begann für die Jeddeloher erneut mit einem Rückschlag. Zu einfach ging der Ball mit einem unsauberen Pass verloren, Norderstedt schaltete schnell. Von Anhalt wurde im Strafraum geschickt, Torhüter Nikolas Kolifoukas kam zu spät. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ersin Zehir (50.) zum 2:1. „Das ist einfach ärgerlich, dass wir in beiden Hälften den Start so verpennen. Vor beiden Gegentoren laden wir Norderstedt ein, das Zustandekommen der Gegentore war zu billig“, haderte Riebau.
Norderstedt vergibt Konterchancen
An der Ausrichtung des Spiels änderte sich wenig. Jeddeloh versuchte nun mehr, Norderstedt blieb stets über Konter gefährlich. In der 55. Minute störte Michel-Leon Hahn Angreifer Noah Awuku entscheidend im Laufduell und verhinderte das 3:1. In der letzten halben Stunde wechselte Riebau dann kräftig durch. Bastian Schaffer, Jannik Dellwisch, Marcel Gottschling und Tom Kanowski kamen für Hahn, Elario Ghassan, Kasra Ghawilu und Janßen.
Bei einem der vielen Konter der Gastgeber traf Nick Gutmann aus fünf Metern nur die Unterkante der Latte (72.). Auch von Anhalt verpasste aus guter Position (79., 81.). Und so wurde der Einsatz der Ammerländer noch belohnt. Nach einer Ecke landete der Abpraller bei Schaffer, der das 2:2 (86.) erzielte. „In Teilen der zweiten Halbzeit können wir froh sein, dass wir nicht das dritte Tor bekommen haben. Wir haben aber nie aufgesteckt und uns heute selbst einmal spät belohnt“, sagte Riebau.
Für den SSV spielten: Kolifoukas – von Aschwege, Becken, Hahn (68. Schaffer) – Gnerlich, Ghassan (73. Dellwisch), Hadzhiev, Janßen (68. Kanowski), Ghawilu (60. Gottschling) – Bennert (90.+2 Chiarodia), Brinkmann
