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Fußball-Regionalliga SSV Jeddeloh holt im Kieler Nebel einen Punkt

Traf bei seinem Pflichtspieldebüt für den SSV Jeddeloh zur Führung: Dennis Lerche.

Traf bei seinem Pflichtspieldebüt für den SSV Jeddeloh zur Führung: Dennis Lerche.

Volkhard Patten

Jeddeloh/Kiel - Die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh sind mit einer Punkteteilung in das neue Jahr gestartet. Im Kellerduell beim FC Kilia Kiel trennten sich der Aufsteiger und die Ammerländer am Samstagnachmittag vor 265 Zuschauern mit einem 1:1 (0:0). Damit wahren die Jeddeloher ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenvorletzten aus Kiel.

Vertane Chance

Trotz des Punktes ärgerte sich Jeddelohs Trainer Key Riebau über eine vertane Chance: „Wenn du so spät in Führung gehst, musst du das Spiel eigentlich gewinnen. Der Gegner hat nach unserer Führung nicht mehr viel Zeit, wir kriegen aber dann das Hibbeln und stellen uns zu tief hinten rein.“ Am Ende nehme man den Punkt mit und könne besser mit dem Ergebnis leben als die Gastgeber, sagte Riebau. Nun wolle man die positiven Dinge – zum Beispiel die Bereitschaft des Teams – aus der Partie mitnehmen.

Riebau setzte auch im ersten Pflichtspiel in 2024 auf sein bewährtes 3-5-2-System. Als einziger Zugang schaffte es Dennis Lerche in die Startformation. Er stürmte neben Simon Brinkmann. Von der offensiven Ausrichtung der Ammerländer sah man zunächst jedoch wenig.

Beide Mannschaften waren sehr auf Sicherheit bedacht, Torchancen blieben Mangelware. Ab der 20. Minute hatten die Jeddeloher mehr vom Spiel und durch Lerche, der den Ball über das Tor setzte (21. Minute), die erste Gelegenheit. Viel blieb im Kieler Nebel und bei starkem Wind jedoch Stückwerk. Die Gastgeber kamen in der 32. Minute durch Yannik Jakubowski zum ersten Torabschluss. Für den SSV Jeddeloh versuchten Julian Bennert (35.) und erneut Lerche (42.) aus der Distanz ihr Glück.

Die Jeddeloher kamen mit mehr Druck aus der Kabine und pressten hoch. So gewannen die Ammerländer zwar viele Bälle, richtige Torchancen blieben jedoch lange aus. Ein Kopfball von Brinkmann mit dem Rücken zum Tor (51.) war die erste Annäherung an das Kilia-Tor. Die Erlösung für die Ammerländer kam in der 72. Minute. Bei einer Flanke von der linken Seite stand Lerche hoch in der Luft, setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und köpfte zur SSV-Führung ein. „Wir wussten, dass wir unsere Chancen kriegen, wenn wir geduldig spielen. Wir hatten den besseren Zugriff und bis dahin fast keine Chancen zugelassen“, lobte Riebau den engagierten Auftritt nach der pause.

Kein Pfiff im Strafraum

Den Vorsprung konnten die Jeddeloher aber nicht über die Zeit bringen. Nach einem Einwurf waren die Ammerländer nicht auf der Höhe, der eingewechselte Benjamin Petrick traf acht Minuten vor dem Ende artistisch per Volleyabnahme zum Ausgleich in den Winkel. Kurz darauf war Kiel im Glück. Ein mögliches Handspiel im Strafraum der Gastgeber ahndete Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe nicht. „Der Kilia-Verteidiger trifft den Ball komplett mit der Hand. Auch wenn der Ball danach ins Aus geht, muss das bestraft werden, wenn er da so dämlich hingeht“, ärgerte sich der SSV-Trainer.

Stattdessen drückte Kiel im Anschluss noch einmal auf den Siegtreffer, ließ aber gute Chancen (86. und 89.) aus. So blieb es bei der Punkteteilung im Kellerduell. „Am Ende haben wir einen toten Gegner ins Spiel zurückgeholt, auch weil wir unsere Kontersituationen nicht gut ausgespielt haben“, haderte Riebau, den erneut die Ausbeute gegen die Teams von unten ärgerte: „Gerade gegen diese Teams müssen wir punkten. Gegen Kilia haben wir jetzt zweimal Unentschieden gespielt, das ist für uns zu wenig.“

Für den SSV spielten: Bohe – Hahn, Becken, Kanowski – Schaffer (80. Hoffrogge), Ghassan (88. Sultani), Janßen, Gottschling (88. Stottmann), Bennert (61. Krolikowski) – Brinkmann (80. Wang), Lerche

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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