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Fußball-Regionalliga SSV Jeddeloh fehlt erneut die Torgefahr

Manfred Mietzon
Erneut verloren: Der SSV Jeddeloh um Simon Brinkmann (links) und Niklas von Aschwege unterlag dem FC St. Pauli II.

Erneut verloren: Der SSV Jeddeloh um Simon Brinkmann (links) und Niklas von Aschwege unterlag dem FC St. Pauli II.

Piet Meyer

Jeddeloh - Die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh verloren an diesem Samstag das Kellerduell gegen FC St. Pauli II 0:1. Durch die dritte Heimpleite in Folge rutschten die Ammerländer in der Tabelle auf den 14. Platz ab. Das Tor für die zweite Mannschaft es Zweitliga-Spitzenreiters erzielte Luca Günther.

Kurz nach 15 Uhr gab Schiedsrichter Jannek Hansen (Ahrenshöft) grünes Licht für die Austragung der Partie. Seit dem Vormittag waren ehrenamtliche Helfer damit beschäftigt, den Rasen in der 53acht-Arena trockenzulegen.

Druckvoller Start

Die Ammerländer begannen sehr druckvoll und kamen schnell zu ihren ersten Tormöglichkeiten. Ein Schuss von Kasra Ghawilu aus 17 Metern wurde zur Ecke abgefälscht (5. Minute). Kurz danach verfehlte Kamen Hadzhiev aus 18 Metern knapp das Tor der Hanseaten (7.). Allmählich fand aber auch St. Pauli ins Spiel. Mika Clausen schoss aus der Distanz über das Jeddeloher Tor (8.). Fünf Minuten später köpfte Julian Ulbricht nach einer Flanke von Gwangin Lee den Ball knapp rechts am Tor des SSV vorbei.

Training am Sonntag – wiederholende Tiefschläge

Bereits am Sonntagmorgen kamen die Jeddeloher zur nächsten Trainingseinheit zusammen. Coach Key Riebau sprach von einem emotionalen Tiefschlag. „Wir haben einige Dinge angesprochen. Aber das war jetzt die zweite Niederlage in Folge, eine bitterer als die nächste.“

Alle seien enttäuscht, dass man am Küstenkanal nicht bei mir Punkten steht, sagt der Coach: „Aktuell kommen viele Dinge auf uns zu. Wir müssen in solchen Spielen alles erzwingen – seien es die Tore oder auch mal Situationen, in der der Schiedsrichter in 50/50-Situationen für uns entscheidet.“

Riebau ärgerte es, dass es sich sein Team aktuell selbst unnötig schwer macht. „Gegen Eimsbüttel war es der verschossene Elfmeter, jetzt die Rote Karte von Kasra. Danach ist es ein komplett anderes Spiel.“ Ghawilu wisse, dass er eine „Riesendummheit begangen“ habe, die dem Team brutal geschadet hat. „Dennoch müssen wir so ein Spiel gewinnen, wenn wir defensiv so wenig zulassen“, sagt Riebau.

In Jeddeloh will man trotz trotz der zuletzt schwachen Ergebnisse optimistisch bleiben. „Die Mannschaft zeigt, dass sie kämpft und etwas erzwingen will. Auch die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer passt. Wir müssen uns jetzt aber langsam endlich wieder mit Punkten belohnen“, sagt Riebau.

Der Führungstreffer für St. Pauli fiel trotzdem überraschend. Clausen konnte ungehindert durch das Mittelfeld marschieren und passte den Ball nach links auf Lee. Der flankte an den Fünfmeterraum. Den ersten Schuss eines Hamburgers konnte SSV-Schlussmann Nikolaos Koliofoukas noch abwehren, beim Nachschuss von Luca Günther war er aber machtlos (17.). Drei Minuten später hatte Pierre Becken die Chance zum Ausgleich, doch St. Paulis Torwart Kevin Jendrzej konnte den Ball noch zur Ecke abwehren. Dann hätte Julian Ulbricht die Führung der Gäste ausbauen können, doch Koliofoukas konnte klären (27.).

Auf der anderen Seite konnte Jendrzej bei einem Schuss von Ghawilu aus kurzer Distanz den Ball noch zur Ecke abwehren (32.). Drei Minuten später verhinderte St. Paulis Torwart gegen Marcel Gottschling den Ausgleich.

Mangelnde Effizienz

„Wir müssen in der ersten Halbzeit ein Tor machen. Der Gegner hat nicht so viele Chancen und macht das Tor“, haderte Jeddelohs Verteidiger Pierre Becken. Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Tom Kanowski: „Unsere erste Halbzeit war gar nicht so schlecht. Wir haben viele Chancen und spielen die uns auch gut raus. Aber wir sind aktuelle leider nicht so effektiv, wie wir uns das vorstellen.“

Nach Wiederbeginn fehlten auf beiden Seiten die großen Torchancen. Der einzige Höhepunkt in der zweiten Halbzeit war der Platzverweis von Ghawilu, der sich im Strafraum der Hanseaten zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ (58.). Trotz Unterzahl warf Jeddeloh in der Folge alles nach vorne. Vor dem gegnerischen Tor fehlte aber die Durchschlagskraft. „Wir haben auch in der zweiten Halbzeit, am Ende auch mit nur noch zehn Mann, Druck gemacht. Wir haben die richtige Einstellung an den Tag gelegt, aber müssen nach vorne zwingender werden“, sagte Becken.

Die letzte Chance

In der Nachspielzeit hatte Jannik Dellwisch dann doch noch die Chance zum Ausgleich. Er köpfte nach einer Flanke von rechts den Ball aber aus kurzer Distanz knapp am rechten Pfosten vorbei (90.+4).

Weiter geht es für die Jeddeloher am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel in Lohne. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr.

SSV Jeddeloh: Koliofoukas - Becken, von Aschwege, Stottmann (67. Ghassan) - Engel (67. Kanowski), Schaffer, Hadzhiev (81. Dellwisch), Gottschling, Bennert (81. Krolikowski) - Ghawilu, Brinkmann (67. Janßen)

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