Oldenburg - Der Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg hat im Duell gegen die Spielvereinigung Drochtersen/Assel an diesem Sonntag (14 Uhr, Marschwegstadion) ein starkes Argument auf seiner Seite, das für einen Sieg spricht: Die Oldenburger spielen zu Hause. In der Heimtabelle belegt der VfB (7. der Gesamttabelle) immerhin den vierten Platz, im Auswärtsranking ist das Team von Trainer Fuat Kilic lediglich auf Rang 13 notiert. Von seinen 41 Saisontoren erzielte der VfB mehr als drei Viertel, nämlich 31, im eigenen Stadion und lediglich zehn in der Fremde.
Schwächen im Abschluss
„Rein statistisch gesehen, wenn man das an Zahlen festmachen will, ist es richtig, dass man von einer Auswärtsschwäche sprechen kann“, sagt Kilic mit Blick auf die Bilanzen. Auf fremden Plätzen sei dem VfB zu oft die mangelnde Chancenverwertung zum Verhängnis geworden. Das sei auch am vergangenen Wochenende bei der 0:1-Niederlage bei Teutonia Ottensen in Hamburg der Fall gewesen. „Wir hatten in Hamburg ein Chancenplus, mehr Spielanteile und fahren doch mit leeren Händen nach Hause“, sagt Kilic: „Das ist schwer zu akzeptieren.“ Um so etwas in Zukunft zu vermeiden, lässt Kilic viel an der Präzision im Abschluss arbeiten: „Das wollen wir am Sonntag natürlich gegen Drochtersen zeigen.“
Noch ärgerlicher war für den VfB, dass er es durch die Niederlage verpasste, Boden auf den vor ihm platzierten SV Meppen gutzumachen – für VfB-Fans ist es durchaus relevant, am Saisonende vor den Emsländern zu stehen. So bleibt es nach der 3:4-Heimniederlage der Meppener gegen den FC St. Pauli II für die Oldenburger aber bei einem Rückstand von acht Punkten auf Meppen, wobei der VfB noch ein Spiel mehr auszutragen hat.
Fünf SV-Siege in Serie
Ottensen zog am vergangenen Wochenende an Oldenburg vorbei, ebenso der kommende Gegner Drochtersen/Assel. Das Team setzte sich mit 2:1 gegen den abstiegsbedrohten Bremer SV durch und feierte dabei den fünften Erfolg in Serie – am Sonntag kommt also so etwas wie die Mannschaft der Stunde ins Marschwegstadion. Sollte diese Serie weitergehen und die Mannschaft von Trainer Oliver Ioannou (34/war einst auch als Spieler für Drochtersen aktiv) sogar noch einmal ganz oben anklopfen, hätte das sportlich nur eingeschränkten Wert. Der Verein aus dem Landkreis Stade hatte darauf verzichtet, bis zum 1. März einen Drittliga-Lizenzantrag beim Deutschen Fußball-Bund zu stellen. Die torgefährlichsten Akteure bei den Gästen sind Moritz Göttel und Felix Schmiederer, die beide sieben Saisontore aufweisen. Das sind ebenso viele, wie der beste Oldenburger Schütze Markus Ziereis bisher verbuchte.
Ob Aurel Loubongo und Pascal Richter am Sonntag auflaufen können, ist laut Kilic unklar. Beide mussten unter der Woche krankheitsbedingt pausieren. Dafür ist der zuletzt erkrankt fehlende Ole Käuper ist wieder fit. „Christopher Buchtmann ist wieder voll auf der Höhe nach seiner langen Verletzungspause“, berichtet Kilic außerdem: „Er zeigt Top-Leistungen im Training. Damit haben wir den Konkurrenzkampf noch einmal angeschoben.“
