Stenum/Großenkneten - Sein letztes Vorbereitungsspiel in der Winterpause hat Fußball-Bezirksligist VfL Stenum gegen Kreisligist TV Munderloh knapp mit 2:1 (0:1) für sich entschieden. Bevor es für den Tabellenführer in der Liga am kommenden Sonntag bei SV Eintracht Oldenburg weitergeht, nutzte VfL-Coach Thomas Baake die Gelegenheit, seine Akteure nicht nur beim Training zu sichten, sondern im direkten Vergleich mit einem Gegner. „Das sind immer zwei paar Schuhe, ob Spiel oder Training“, so der Übungsleiter. „Natürlich hatte ich mit der Aufstellung zu Beginn auch die Idee, dass es die erste Elf sein könnte, aber vollends überzeugt war ich davon noch nicht.“

Sein Team habe in der ersten Hälfte Chancenwucher betrieben und lief kurz vor der Pause in einen Konter, den Munderlohs Michel Lüers zum überraschenden 0:1 abschloss. Nach der Halbzeit tauschte Baake gleich sieben Akteure aus, und der soeben eingewechselte Fynn Brenneiser egalisierte per Strafstoß zum 1:1. Er war es auch, der in der 85. Minute das 2:1-Siegtor markierte. Viel mehr als das Ergebnis interessierte Baake jedoch das Zusammenspiel seines Teams: „Aktuell habe ich die Qual der Wahl, da ich zum Glück gut 20 gesunde Jungs zur Verfügung habe, die alle unbedingt spielen wollen. Die Ausgangssituation ist natürlich super und ich freue mich, dass ich stets Alternativen auf der Bank habe, die ebenso vollen Einsatz zeigen.“

Auch beim Ligarivalen TSV Großenkneten läuft alles nach Plan. Mit 5:1 besiegten die Spieler von TSV-Trainer Kai Pankow am Sonntag den Nachbarn und Kreisligisten Ahlhorner SV. Dabei zeigte der TSV allerdings unterschiedliche Gesichter. Die Begegnung begann relativ ausgeglichen, wobei sich die Platzherren etwas kombinationsstärker zeigten. Doch zwingend wurden ihre Aktionen zunächst nicht, da die Angriffe zu langsam und oft auch zu ungenau vorgetragen wurden. Erst im Laufe der Partie setzte sich der Bezirksligist immer häufiger durch, und der Klassenunterschied wurde deutlich. Nach einigen vergebenen Möglichkeiten brachte Malte Niemann den TSV in Führung (30. Minute). In der nun besten Phase der Platzherren erhöhten Lucas Abel und Elias Menke bis zur Pause, wobei weitere gute Möglichkeiten ausgelassen wurden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ der Elan der Platzherren aber merklich nach, und es waren die Gäste, die nun wesentlich mehr vom Spiel hatten. Bis auf gelegentliche Konter traten die Platzherren kaum noch in Erscheinung. Sehr erfreulich für den TSV-Trainer war die Tatsache, dass Torjäger Mattis Asche nach einer langen Verletzungspause in der zweiten Halbzeit wieder mitwirken konnte. Wie wichtig Asche für die Großenkneter sein kann, bewies er mit zwei Treffern in der Schlussphase (82./87.). Zwischenzeitlich hatten die Gäste durch Kenan Krzewina verkürzen können (84.).