Jade-Weser-Hunte - Am Sonntag fanden die letzten vier Spiele des achten Spieltages in der Fußball-Kreisliga Jade-Weser-Hunte statt. Der TV Metjendorf rang dem WSC Frisia II ein 3:3-Remis ab, der TuS Eversten schoss sich mit einem 4:1-Sieg in Bad Zwischenahn an die Tabellenspitze und der FSV Jever hat den TuS Obenstrohe II mit 4:2 bezwungen. Remis endete auch die Partie des SV Eintracht Oldenburg gegen SVE Wiefelstede.
WSC Frisia Wilhelmshaven II - TV Metjendorf 3:3 (2:2)
Von einer „gefühlten Niederlage“, sprach Frisia-Coach Marcel Jüttner nach dem Abpfiff der Partie angesichts von drei eigenen Führungen seiner Mannschaft. Alle drei Führungen konnten jedoch wieder ausgeglichen werden. „Unnötig, das Ergebnis ist unnötig. Wir dürfen dieses Spiel nicht verlieren. Letzten Endes hat es Metjendorf aber auch gut gemacht“, sagte Marcel Jüttner. „Wer dreimal führt muss am Ende auch den Sieg mitnehmen. Wir haben uns hinten reindrängen lassen und noch zu viele individuelle Fehler gemacht“, sagte Jüttner. Es komme jetzt darauf an, sich wieder zu belohnen. „Ich musste in der Pause kaum umstellen, denn die Mannschaft war ja nicht schlecht im Spiel. Nur waren die Gegentore halt unnötig“. Die Gäste nehmen diesen Punkt natürlich gerne mit. „Wir hatten recht gute Offensivaktionen, waren aber leider hinten zu anfällig. In der zweiten Hälfte lief dann bei uns mit zunehmender Spieldauer nicht mehr viel zusammen, aber beim 3:3 haben sich alle noch einmal zusammengerissen und das 3:3 erspielt. Wir nehmen den Punkt sehr gerne mit. In Wilhelmshaven muss man erstmal punkten“, sagte TVM-Coach Sebastian Martini.
Tore: 1:0 Nayil Nalbant (4.), 1:1 Tim Marchewka (29.), 2:1 Luca Herrn (35.), 2:2 Baschir Khodr (42./ET), 3:2 Thorge-Niklas Sorg (63.), 3:3 Tobias Martini (90.+3.)
VfL Bad Zwischenahn - TuS Eversten 1:4 (0:3)
Die Oldenburger haben im Duell David gegen Goliath nichts anbrennen lassen und sich mit dem Sieg an die Tabellenspitze geschossen. Der TuS Eversten kam schleppend ins Spiel und außer einem Lattentreffer durch Tillmann Tröster gab es nichts zu vermelden. Nach der Führung durch Elfmeter wurde das Spiel der Oldenburger souveräner und dominanter. Beim 2:0 setzte Maximilian Beriault den Ball per Direktabnahme in den Winkel und Jan Peters vollendete eine Flanke von Thies Kansy zum 3:0. „Die Führung war auch hochverdient“, sagte TSE-Coach Tom Agena. Im zweiten Durchgang setzten die Gäste mehr auf Verwaltung, mussten auch in Unterzahl das Spiel beendet, das alle Wechsel ausgeschöpft waren und sich ein Spieler noch etwas schwerer verletzt hatte. „Nach dem 4:1 bekam der VfL eine Phase, in der sie stärker wurden. Wir haben aber auf Ballbesitz gebaut und haben den Sieg so auch verdient eingefahren“, sagte Agena, der ein „sehr faires Spiel gegen einen fairen Gegner“ sah. „Für uns ist es extrem ärgerlich, das wir wieder einmal innerhalb von zehn Minuten drei Gegentore kassiert haben“, sagte VfL-Coach Felix Stoffers. „Bis Mitte der ersten Halbzeit und auch in der zweiten Halbzeit war der Auftritt und die Laufbereitschaft zumindest ein Schritt nach vorne. Wir müssen einfach weiter arbeiten und die zahlreichen Rückkehrer aus Verletzungen und Urlaub schnellstmöglich integrieren, dann werden auch zeitnah die Ergebnisse besser. Insgesamt war der Auftritt über viele Phasen in Ordnung“.
Tore: 0:1 Sascha Hüller (32./FE), 0:2 Maximlian Beriault (37.), 0:3, 0:4 Jan Peters (40./58.), 1:4 Mika-Mateo Göllner (65.)
SV Eintracht Oldenburg - SVE Wiefelstede 2:2 (2:0)
Als „katastrophal und unterirdisch“ bezeichnete Wiefelstede-Coach Mario Anderer die erste Hälfte in dieser Partie. „Es lief absolut nichts zusammen und es war wohl die schlechteste Hälfte, die ich von meinen Jungs gesehen habe“. Harte Worte zwar, doch konnten die Oldenburger dieses „wilde Spiel“ der Gäste für sich ausnutzen und führte zur Pause mit 2:0. Es hat eine Pausenansprache gegeben und die Gäste kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Christoph Oltmanns und Ersan Tekce gelangen dann auch die beiden Tore zum 2:2-Ausgleich. „Wir sind dann aber noch dreimal alleine auf den Keeper gelaufen und haben die Dinger nicht reingemacht. Dreimal gab es auch Abseitsentscheidungen. Nach so einer ersten Hälfte so aus der Kabine zu kommen und das Spiel zu bestimmen ist zwar schön, einen Sieg hat man dann aber auch nicht verdient und über die erste Hälfte werden wir uns noch unterhalten“, sagte Mario Anderer. Die Gastgeber haben sich etwas mehr gewünscht. „Am Ende ist das 2:2 schon gerecht, wir haben aber die erste Hälfte dominiert und es nur versäumt, das dritte und vierte Tor folgen zu lassen“, sagte Olaf Stiewe aus dem SVE-Trainerteam. „Wir sind ein wenig hin und hergerissen, ob Freude wegen dem Punkt oder ein wenig ärgerlich wegen den verpassten Chancen. Am Ende haben wir ein wenig Körner gelassen, Wiefelstede wurde auch besser, aber für unser Ziel, den Klassenerhalt, stehen wir mit unserer jungen Mannschaft sehr gut da“.
Tore: 1:0 Renke Ommen (9.), 2:0 Alexander Weyhe (12.), 2:1 Christoph Oltmanns (48.), 2:2 Ersam Tekce (80.)
FSV Jever - TuS Obenstrohe II 4:2 (1:2)
Eine unterirdische erste Hälfte spielte neben den Wiefelstedern auch der FSV Jever, was zur Folge hatte, dass die Gäste zur Pause mit 2:1 führten. „Wir wollten dieses Mal auch offensiver mitwirken und ich denke, zur Pause haben wir auch verdient geführt“, sagte TuS-Coach Christian Rottler. In der zweiten Hälfte machten sich dann aber wieder die noch aktuellen personellen Probleme der Obenstroher bemerkbar. „Die Jungs haben alles gegeben, die Kräfte schwanden aber zusehends und der Sieg für Jever geht natürlich in Ordnung. Aber, ich kann den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen und wir fokussieren uns jetzt auf das nächste Spiel“. Jever-Coach Lars Poedtke wird indes noch ein wenig dieses Spiel aufarbeiten. „Fußballerisch war das heute gar nichts und das ist nicht mein Anspruch“. Auf jeden Fall bekamen die Zuschauer schöne Tore zu sehen. Die Gästeführung erzielte Sören Janßen fast von der Mittellinie mit einem satten Schuss unter die Latte. In der zweiten Hälfte köpfte Maximilian Wehrmann eine Flanke vom eingewechselten Dominik Öltermann zum 2:2 ins Tor, Maurice Schwarzenberger setzte eine Flanke direkt zum 3:2 ins Netz und in Stürmermanier verwertete Öltermann eine Chance zum 4:2-Endstand. „Wir haben zur zweiten Hälfte zweimal gewechselt, das brachte etwas frischen Schwung. Alles in allem hat mich unser Spiel überhaupt nicht überzeugt und normalerweise müsste man den Zuschauern das Geld wiedergeben. Das positivste heute ist einfach, das wir gewonnen haben“, sagte Lars Poedtke.
Tore: 0:1 Sören Janßen (7.), 1:1 Carsten Schütze (20.), 1:2 Torsten Belling (45.), 2:2 Maximilian Wehrmann (52.), 3:2 Maurice Schwarzenberger (63.), 4:2 Dominik Öltermann (74.)
