Jade-Weser-Hunte - In der Fußball-Kreisliga Jade-Weser-Hunte gab es am Freitagabend zwei Partien mit dem Charakter David gegen Goliath. Überraschungen blieben aus, denn sowohl der TuS Eversten (5:0 beim TuS Obenstrohe II) als auch der FC FW Zetel (4:0 gegen VfL Bad Zwischenahn) wurden ihrer Favoritenrolle absolut gerecht.
TuS Obenstrohe II - TuS Eversten 0:5 (0:2)
Viel hatte der Außenseiter aus Obenstrohe dem Tabellenführer nicht entgegenzusetzen. Natürlich möchte man jedes Spiel gewinnen, doch in dieser Partie hatte Obenstrohe-Coach Christian Rottler einen ganz anderen Fokus. „Eversten ist nicht unsere Kragenweite und es ist auch eine sehr spielstarke Mannschaft, die zu Recht oben steht. Mir war aber wichtig, das wir versuchen dagegenzuhalten und wenn möglich, auch für etwas Entlastung zu sorgen“. Nach 18 Minuten führten die Oldenburger zwar schon mit 2:0, „aber Eversten hat uns nicht an die Wand gespielt und uns nicht abgeschossen. Natürlich sind die Jungs mit einer Niederlage nicht zufrieden, was mich angeht, war die Leistung gut. Wir müssen gegen andere Mannschaften unsere Punkte holen“, sagte Christian Rottler. Der heutige Coach der Everster, Co-Trainer Andreas Greff, sah ein „souveränes Spiel“ seiner Mannschaft. Allerdings nicht durchgehend. „Wir wussten, das gerade solche vermeintlich einfachen Spiele die schweren Spiele der Saison sind. Obenstrohe II hatte nichts zu verlieren. Die Jungs haben aber von Beginn an die Situation angenommen, Druck gemacht und durch hohes Pressing Ballgewinne erzeugt“, sagte Greff. Es habe eine Phase vor der Pause gegeben, in der der Schlendrian Einzug bei den Gästen hielt. „In der Pause haben wir uns nochmal unterhalten und die zweite Hälfte wieder souverän zu Ende gespielt und die Chancen genutzt“.
Tore: 0:1 Fynn-Luca Wolf (8.), 0:2 Mathis Jasper Trau (18.), 0:3, 0:4 Jan Peters (55./79.), 0:5 Jose Moronta Ocana (84.)
FC FW Zetel - VfL Bad Zwischenahn 4:0 (3:0)
Verhaltene Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Warum verhaltene Freude beim Sieger? Immerhin ist man der Favoritenrolle gerecht geworden, ist weiterhin unter den Top drei der Liga und nach einer halben Stunde führten die Gastgeber auch schon mit 3:0. Das 4:0 erzielte Ferris Wilke, es war sein erstes Tor im Herrenbereich. „Wir haben das Spiel auch überlegen gestaltet und im Grunde gab es auch keine Probleme. Nur der Abschluss hätte noch effektiver ausfallen können“, sagte Zetel-Coach Wilko Eggers. „Wir haben die zweite Hälfte auch dominiert und mit gradlinigem Fußball überzeugt“, sagte Eggers, der selbstverständlich zufrieden war. „Die Null gehalten, drei weitere Punkte gesammelt und das Ziel für heute erreicht. Dazu fehlten mir auch noch divere Spieler. Schon am Dienstag gegen den TV Metjendorf wartet aber schon die nächste schwere Aufgabe, die es zu bewältigen gilt“. Bei Schlusslicht Bad Zwischenahn ist indes Enttäuschung vernehmbar. Bei einem klaren Favoriten zu verlieren ist erst einmal nicht ungewöhnlich. „Wir haben Zetel aber beim Sieg geholfen“, sagte Robert Felker, Co-Trainer der Gäste. „Die ersten beiden Tore haben wir beinahe selbst erzielt, einen Elfmeter verschuldet und das, obwohl Zetel kein Weltklassespiel gemacht hat. Ohne unsere, teils zu einfachen Fehler, wäre ein Punkt möglich gewesen. Wir müssen weiterarbeiten und immer weiter versuchen, den Schalter umzulegen“. Am nächsten Freitag geht es immer Ammerland-Derby gegen die SG FriPe.
Tore: 1:0 Marcel Sander (15.), 2:0, 3:0 Oliver Tönjes (21./28.FE), 4:0 Ferris Wilke (81.)
