Strudden - Thilo Janßen, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Strudden, musste nach dem Spiel am Samstag gegen die SpVg Aurich nicht lange nachdenken, wenn er hervorheben musste. „Niemanden“ lautete die knappe aber brutale Antwort. Damit war schnell klar, dass das, was sein Team auf dem Sportplatz am „Lütten Didi“ gezeigt hatte, alles andere als das Wohlgefallen des Trainers verdient hatte. „Wir waren richtig schlecht“, sagte Janßen, „es war sogar unsere schlechteste Saisonleistung“. Dass damit nicht einmal der berühmte Blumentopf zu gewinnen war, liegt auf der Hand. 0:2 unterlagen die Struddener und waren damit noch gut bedient.

„Wenn man hinter der Mittellinie keinen einzigen Zweikampf gewinnt, dann kann das auch nichts werden“, ärgerte sich der Coach, über das, was seine Mannschaft zeigte. Nicht einmal der gehaltene Elfmeter durch TuS-Torhüter Rene Breu in der siebten Minute, mochte Thilo Janßen sonderlich milde stimmen. „Dafür spekuliert er beim Freistoß und entscheidet sich für die falsche Ecke“, erklärte Janßen. Das war in der 24. Minute und führte zum Auricher 1:0-Führungstreffer durch Luca Alexander Ahrens. Zu dem Zeitpunkt spielte der TuS-Keeper bereits mit einem Verband um den Kopf. Kurz zuvor musste er gegen den anstürmenden Bankole Zerubbabel Jarrett Kopf und Kragen riskieren, um einen noch früheren Rückstand zu verhindern. Beim Zusammenstoß zog sich Breu einen Cut unterm Kinn zu, der notdürftig am Platz versorgt wurde. Für den Keeper ging es mit Turban weiter. Bei einem späteren Krankenhausbesuch musste die Verletzung nicht genäht werden.

Für einen Wegruf hatte die Rettungstat allerdings nicht gesorgt. Denn auch nach der Pause änderte sich wenig. Trainer Janßen probierte, mit der Einwechselung von Johannes Siebelt Schmidt, einem offensiven Rechtsverteidiger, die Räume, die die Auricher boten, besser zu nutzen. Aber auch diese Maßnahme verpuffte wirkungslos. Letztlich zog Aurichs Mahmud Tamoyan in der 79. Minute bereits den Schlussstrich unter einen schwachen Auftritt des Gastgebers.