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VfR Wardenburg gewinnt Fußball-Kreispokal Dominik Nitsche wird zum Held im Elfmeter-Drama

Der VfR Wardenburg gewinnt das Fußball-Kreispokalfinale gegen den TSV Ganderkesee mit 8:7 nach Elfmeterschießen. Gefeierter Held: VfR-Torhüter Dominik Nitsche

Der VfR Wardenburg gewinnt das Fußball-Kreispokalfinale gegen den TSV Ganderkesee mit 8:7 nach Elfmeterschießen. Gefeierter Held: VfR-Torhüter Dominik Nitsche

Michael Hiller

Wardenburg/Ganderkesee - Im zehnten Durchgang des Elfmeterschießens wurde es Dominik Nitsche zu bunt. Nachdem gerade zum fünften Mal ein Spieler des TSV Ganderkesee verschossen hatte, bot sich dem VfR Wardenburg der vierte „Matchball“ vom Punkt. Der VfR-Keeper, der zuvor drei Schüsse stark pariert hatte, schnappte sich selbst den Ball. Nervenstark verwandelte Nitsche gegen seinen Ganderkeseer Torwart-Kollegen Konrad Keltsch und machte mit diesem Treffer zum 8:7 den Kreispokal-Sieg in einem dramatischen Endspiel gegen den Ligarivalen perfekt.

Torlose erste Halbzeit

„Der Pokalsieg gehört eigentlich Dominik Nitsche, er ist unser Held des Abends“, wusste Wardenburgs Trainer Sören Heeren, bei wem er sich bedanken musste. Der Matchwinner hatte schon während der regulären 90 Minuten, die beim 2:2 (0:0) keinen Sieger fanden, mit einigen guten Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. Dabei hatte die Partie vor rund 350 Zuschauern recht unspektakulär angefangen. Die favorisierten Wardenburger markierten zwar zweimal durch Tim Conring (8. Minute) und Tarek Otten (44.) den Pfosten, während der TSV durch Jean-Michel Dietrich ebenfalls zwei sehr gute Chancen kreierte. Einmal scheiterte der Ganderkeseer an Torhüter Nitsche (26.), beim zweiten Versuch ging der Schuss knapp über das Tor (45.+1). Ansonsten war die erste Halbzeit relativ arm an Höhepunkten.

TSV geht zweimal in Führung

Dafür nahm die Partie nach dem Seitenwechsel immer mehr an Fahrt auf. Mit den Einwechslungen von Lennart Schönfisch, Waldemar Kowalczyk und Nexhdet Berisha bekam vor allem die Wardenburger Offensive mehr Schwung – der Führungstreffer gelang aber nicht. Stattdessen jubelte auf der anderen Seite der TSV, als Oguz Deniz eine präzise Hereingabe von Dietrich zum 1:0 verwertete (75.). Hätte Dietrich fünf Minuten später nachgelegt – die Partie wäre wohl entschieden gewesen. Doch dank Nitsches starker Parade blieb Wardenburg im Spiel, in der 84. Minute gelang Kowalczyk der Ausgleich.

Trainer Obal lobt seine Mannschaft

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Praktisch im nächsten Angriff traf Dennis Hasselberg mit einem satten 20-Meter-Distanzschuss in den oberen rechten Winkel sehenswert zum 2:1 für den TSV. Doch wiederum nur eine Zeigerumdrehung später glich Lukas Menke aus. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir nach 90 Minuten verloren hätten. Es war kein schönes Spiel von uns“, gestand Heeren, dessen Team als klarer Favorit ins Finale gegangen war. Dagegen war TSV-Trainer Timo Obal stolz auf seine Mannschaft. „Riesenkompliment an alle! Wir gehen erhobenen Hauptes vom Platz. Die Jungs haben alles reingekloppt. Elfmeterschießen ist am Ende einfach Roulette.“

Neun Fehlschüsse vom Elfmeterpunkt

Und hier hatten die Wardenburger wie schon erwähnt mehr Glück an der Kugel – und in Dominik Nitsche einen herausragenden Keeper. Drei Schüsse von Jordan Porath, Daniel Kahn und Joris Bücking wehrte er ab, zweimal schoss Ganderkesee über beziehungsweise neben das Tor. Doch auch der VfR zeigte angesichts vier teils kläglicher Fehlschüsse Nerven. „Ich hatte drei etablierte Schützen vorher schon ausgewechselt“, meinte Heeren. Zum Glück konnte er sich aber im entscheidenden Moment auf seinen Torhüter verlassen...

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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