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Kommentar zur Fußball-WM Korruption, Geldgier und Größenwahn – Diese WM muss boykottiert werden


Sollte man die WM in Katar boykottieren? Unser Redakteur meint: Ja!
dpa

Sollte man die WM in Katar boykottieren? Unser Redakteur meint: Ja!

dpa

Oldenburg/Doha - Inzwischen ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gestartet. Der Gastgeber und der Weltverband FIFA versprechen nicht weniger als die beste WM aller Zeiten. Doch in Wirklichkeit ist es der Tiefpunkt eines seit Jahren von Korruption, Geldgier und Größenwahn durchzogenen Systems.

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Dieses Turnier sendet das Zeichen in die Welt, dass man mit Geld wirklich alles kaufen kann. Die FIFA verrät dafür sogar ihre eigenen Werte. Ja, wir sprechen über Menschenrechte. Ja, wir sprechen über Gleichberechtigung von Frauen. Ja, wir sprechen über den Kampf gegen Homophobie.

Wer Frauen mit Süßigkeiten vergleicht und für den Homosexualität ein geistiger Schaden ist, der hat aus meiner Sicht das Recht verwirkt, eine so bedeutende Bühne wie die Fußball-Weltmeisterschaft zu bekommen.

Meinung

Kommentar zur Fußball-WM in Katar Dribbling um die Doppelmoral

Paradebeispiel für Greenwashing

Die WM ist auch ein Paradebeispiel für Greenwashing. Das Versprechen der nachhaltigsten WM aller Zeiten ist zweifelsohne nicht mehr als eine große Lüge. Es werden klimatisierte Fußball-Tempel aus dem Boden gestampft, die nach dem Turnier niemand mehr braucht. Die desaströse Ökobilanz wird nur durch den massiven Einkauf von Zertifikaten beschönigt.

Pro und Kontra Sollte man sich die Spiele der Fußball-WM in Katar ansehen?

Lars Blancke Mathias Freese

 

Was also tun? Das Turnier boykottieren und die Spiele nicht live anschauen? Ich meine: Ja. Denn die einzige Sprache, die die FIFA versteht, ist die Sprache des Geldes. Und der größte Topf sind nun einmal die weltweiten Übertragungsrechte. Und erst wenn die Einschaltquote einbricht, die TV-Sender motzen und die Sponsoren unzufrieden werden, kann sich wirklich etwas ändern.

Klar, die Erfolgsaussichten eines Boykotts sind gering – da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Aber an alle Kritiker da draußen: Wer eine bessere Idee hat, kann sie gern äußern.

Bei vielen Fans bleibt der Fernseher aus Warum und wie wir über die WM in Katar berichten

Und aus aktuellem Anlass noch ein Satz noch in Richtung DFB: Wer sich erst damit brüstet, eine „One-Love“-Kapitänsbinde zu tragen und dann aus Angst vor Konsequenzen zurückrudert, ist bereits ein Verlierer. Wie hat es ZDF-Moderator Jochen Breyer so treffend auf Twitter formuliert: „Ein Zeichen, das man nur dann setzt, wenn man dadurch keinerlei Konsequenzen zu befürchten hat, ist kein Zeichen.“

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Julian Reusch
Julian Reusch Online-Redaktion
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