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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Hamburger SV

Der eine darf bei Werder spielen – der andere aber nicht beim HSV

06.08.2016

Hamburg /Bremen Am Mittwoch traf er zum ersten Mal für den HSV, am Samstag wird er erstmals im Volksparkstadion spielen. So langsam findet Jungprofi Bakery Jatta beim Hamburger SV sportlich in die Spur. Doch von einem Stammplatz in der Bundesliga-Formation ist der Gambia-Flüchtling noch weit entfernt.

Spielpraxis bei den Regionalliga-Junioren darf der 18-Jährige indes nicht sammeln. Der Westafrikaner hat sich in den Fallstricken der deutschen Bürokratie verheddert. Jattas auf Bremen bezogene befristete Aufenthaltsgenehmigung wurde von den Hamburger Behörden auch acht Wochen nach seiner Vertragsunterzeichnung beim Bundesliga-Dino noch nicht verlängert.

Und so ist der offensive Mittelfeldspieler ein populäres Thema, um das politische Sommerloch an der Alster zu stopfen. „Das ist eine fragwürdige Situation. Es kommen Flüchtlinge, die Potenzial mitbringen, aber sie werden nicht gefördert“, kritisierte Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Links-Fraktion, und stellte auch gleich eine Kleine Anfrage an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg.

Wie es besser laufen könnte, kann man sich beim HSV ausgerechnet beim Erzrivalen Werder Bremen ansehen, der mit dem 19 Jahre alten Ousman Manneh, ein Landsmann von Jatta, ebenfalls einen Flüchtling unter Vertrag genommen hat. Der Stürmer gehört dem Profikader nur sporadisch als Trainingsgast an, kommt aber dafür regelmäßig in der 3. Liga zum Einsatz - und trug mit drei Toren zum Klassenerhalt des Bremer Nachwuchses bei.

Eine Entwicklung, die man sich an der Elbe auch von Jatta wünscht. „Bakery ist ungeheuer lernbegierig und saugt alles auf wie ein Schwamm. Aber er braucht natürlich noch einige Zeit“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia, nachdem der Nachwuchsspieler im Testspiel gegen den Club Al Jazira (5:1) ein Tor zum 3:1 erzielt hatte.

Besonders spieltaktisch hat Jatta, der angeblich vor seiner Flucht nie in einem Verein Fußball gespielt hat, noch deutliche Defizite. Der Bremer Manneh ist da schon weiter, er trainierte bereits mit sieben Jahren unter professioneller Aufsicht bei einer Fußball-Akademie in seinem Geburtsland.

Aber vielleicht löst sich das Problems Jattas mit der für Hamburg noch fehlenden Aufenthaltserlaubnis bereits in der kommenden Woche, erste Signale in diese Richtung gibt es bereits. Gebrauchen könnte ihn die HSV-Mannschaft II dringend: Zum Saisonauftakt in der Regionalliga Nord verlor das viertklassige Team beim TSV Havelse mit 0:3 und steht am Tabellenende.

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