Vielstedt - Fußballspielerin Merle Janine Behrens ist für ihr Team vom TuS Vielstedt vor allem eines: Torjägerin. Keine Spielerin in der Kreisliga hat in der vergangenen Saison so viele Tore geschossen wie sie – 43. Auch in der aktuellen Spielzeit führt Behrens wieder mit großem Vorsprung vor allen anderen die Torjäger-Liste an. 31 Treffer stehen nach zwölf Begegnungen zu Buche.
Doch jeder hat mal klein angefangen. Die 23-jährige spielt schon seit ihrem fünften Lebensjahr Fußball. Bei einem Spaßturnier im Kindergarten wurde das Interesse geweckt. Konsequenz: Die Mutter kam nicht umhin, die Tochter beim Verein FC Querenstede anzumelden. Dort spielte Behrens bis sie zwölf wurde und wechselte dann zum FSV Westerstede in die B-Jugend. Danach spielte sie noch kurz in der ersten Frauenmannschaft des FSV weiter, bis sie letztendlich zum TuS Vielstedt wechselte.
Doch warum ist Behrens angesichts ihrer Ausnahmerolle nie in eine höhere Spielklasse gewechselt? „Ich wollte studieren und Fußball spielen“, sagt sie. Dies hätte sie so nur in Vielstedt vereinen können. Merle Janine Behrens studiert Soziale Arbeit an der Hochschule in Bremen und will nach dem Fußball auf jeden Fall weiter im sozialen Bereich bleiben. Arbeitserfahrung hat sie jetzt schon. Seit drei Jahren arbeitet Behrens in Bremen Walle bei einem Freizeitprojekt für Kinder und Jugendliche. Dort können Spielsachen ausgeliehen und die Freizeit mit Gleichaltrigen verbracht werden. Klar, dass hier auch viel Fußball gespielt wird und Behrens mitkickt. „Wir haben auch schon ein Spaßturnier veranstaltet. Alle Kinder – egal aus welchem Land oder welchen Geschlechts – hatten eine Menge Spaß“, erzählt Behrens glücklich. Selbst möchte die 23-Jährige so lange spielen, wie es ihr möglich ist. Sie könnte sich auch vorstellen, Trainerin zu werden. Wenn es die Zeit zulässt, geht Behrens gern mit ihrer Familie mal zu einem Spiel von Werder Bremen.
