Cloppenburg - Die Fußballanhänger des Landkreises Cloppenburg trauern um die Spieler- und Trainerlegende Bruno Ebel. Der langjährige Akteur des BV Cloppenburg und des SV Emstek verstarb am 2. März im Alter von 91 Jahren.
Im Trikot des SV Emstek zeigte er Anfang der 50er-Jahre starke Leistungen. Auch später beim BVC lief es für ihn gut: Im Weltmeisterschaftsjahr 1954 stieg er mit dem BV Cloppenburg in die Amateuroberliga auf, der damals zweithöchsten Spielklasse der Bundesrepublik. Der Abwehrspieler spielte in einer Mannschaft mit dem späteren B-Nationalspieler Adolf Scheidt.
Ein Auto hatten zu der Zeit die wenigsten Spieler. Ebel, der seinerzeit in Schwichteler wohnte, wurde zum Training oft von seinem Mitspieler Heinz-Richard Müller auf dessen Moped mitgenommen. Wenn sich die Möglichkeit nicht ergab, trat er den Weg auf Schusters Rappen an
Nach seiner Spielerlaufbahn war Ebel als Trainer des BV Cloppenburg tätig. Fünf Jahre hielt er den Club in der Amateuroberliga, ehe es nach der Spielzeit 1961/1962 eine Etage tiefer weiterging.
Im Bezirkspokal heimste Ebel mit dem BV Cloppenburg gleich drei Titel ein. Bei den Pokalsiegen 1964, 1966 und 1967 stand er als Trainer an der Seitenlinie.
Auch im NFV-Kreisverband Cloppenburg war seine Meinung gefragt. Von 1965 bis 1969 war Ebel Vorsitzender des Lehrausschusses. Und was nur noch ganz wenige wissen: Ebel gehörte in der Nachkriegszeit auch zum Spielerkreis der damaligen Handballabteilung des BV Cloppenburg.
Der Abschiedsgottesdienst für Ebel findet am Sonnabend, 16. März, um 13 Uhr in der evangelischen Kirche statt.
