GANDERKESEE - Riesengroß ist die Anteilnahme am Tod der Ganderkeseer Vielseitigkeitsreiterin Tina Richter-Vietor (Bild). Am Donnerstag, fünf Tage nach ihrem tragischen Sturz bei den Deutschen Meisterschaften in Schenefeld, wird sie auf dem Friedhof in Ganderkesee zu Grabe getragen. Zuvor findet eine Trauerfeier in der Reithalle der Familie am Quellenweg in Hoykenkamp statt.
Mit Tina Richter-Vietor verliere der deutsche Pferdesport eine „hocherfolgreiche und kompetente, professionelle und besonnene Reiterin“, schreiben die Deutsche Reiterliche Vereinigung und das Deutsche Olympische Komitee für Reiterei. Der Kreisreiterverband Delmenhorst hebt besonders ihren „vorbildlichen Umgang mit dem Sportpartner Pferd“ hervor. Und der Reiterverband Oldenburg betont, dass die im Alter von 32 Jahren verunglückte Reiterin trotz ihrer großen nationalen Erfolge stets gern für ihren Verein angetreten sei. Vor zwei Wochen erst habe sie als Mannschaftsführerin mit dem Team des RV Ganderkesee beim Landesturnier in Rastede die Landesstandarte gewonnen.
Der Sturz der Ganderkeseerin am vergangenen Sonnabend bewegt nach wie vor auch die deutsche Reiterszene. Bernd von Essen vom Reitclub Westerstede, der Tina Richter-Vietor oft bei Wettkämpfen traf, führt den Unfall auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurück. „Tina war ein absoluter Profi“, sagte er im NWZ -Interview. S.21 / Sport, s.29
