GANDERKESEE - GANDERKESEE - „Wir wollen die Aufstiegseuphorie mitnehmen und den Klassenerhalt sichern. Alles andere wäre vermessen.“ So lautet die Marschroute des TSV-Trainers Matthias Trätmar, die er seiner Mannschaft nach dem Aufstieg in die neue Fußball-Bezirksliga Nord-Ost mit auf den Weg gibt. „Ein guter Auftakt wäre da hilfreich“, weiß Trätmar, der den TSV Ganderkesee seit dem 1. Januar 2005 trainiert.

In der Vorbereitung auf die schwere Bezirksliga-Saison herrschte beim TSV Licht und Schatten. Nur bedingt zufrieden sei er mit den Trainingseinheitengewesen, erläutert der Coach. Zuviele Spieler seien verletzt, im Urlaub oder aus beruflichen Gründen verhindert gewesen. „Wir haben zwar 25 Mann im Kader, doch beim Training war immer nur höchstens die Hälfte da“, berichtet Trätmar. Die Stürmer Andreas Lorer (Fuß) und Jens Bauer (Bänder) fehlen weiterhin verletzungsbedingt. „So ist natürlich kein planmäßiges Training möglich“, klagt Trätmar, „aber es ziehen alle dennoch voll mit.“ Positiv auch: Mit Christian Busch (Abwehr), Arif Sakin und Christian Heinken (beide Mittelfeld) konnten in der vergangenen Woche drei Rekonvaleszenten ins Training zurückkehren. „Sie sind zwar noch nicht ganz fit, aber auf einem guten Weg“, so der Trainer.

Auf einem guten Weg sieht Matthias Trätmar vor allem auch die Neuzugänge: Marcel Ehlert (kam vom TuS Heidkrug), Jan Dasecke (eigene zweite Herren), Alexander Neels (TuS Vielstädt), Andreas Regner (TV Jahn Delmenhorst) und Maher Malki (TuR Abdin) konnten in Trainingseinheiten und Testspielen bereits ihre Klasse unter Beweis stellen.

Durch die Verpflichtung des Offensivmanns Malki („Ein wichtiger Spieler“) ändere sich die bisherige Spielweise des TSV, der nun nicht mehr so stark auf laufintensives Flügelspiel festgelegt sei. „Unsere Stürmer Oliver Habben und Jens Bauer kommen gern über die Seiten, Maher Malki braucht den Ball eher in den Fuß“, schildert Trätmar die neue Flexibilität. „Wir werden unsere taktische Ausrichtung von Spiel zu Spiel variieren“, kündigt er an.

Läuferisch und kämpferisch habe die Mannschaft ihn bereits überzeugt, berichtet der Coach. „Im spielerischen und taktischen Bereich gibt es aber noch Steigerungsmöglichkeiten.“