GANDERKESEE - Weitaus mehr Spielanteile besaß im Landkreisderby der Fußball-Bezirksliga der Gast aus Wildeshausen. Dennoch gewann der TSV Ganderkesee klar mit 3:0 (2:0).
Mit diesem Ergebnis schöpfen die Platzherren Mut im Abstiegskampf, obwohl der Abstand zum rettenden Ufer sieben Punkte beträgt. Besonders kämpferisch wusste das Team von Coach Raphael Riekers, der von Co-Trainer Markus Metschulat an der Linie vertreten wurde, zu überzeugen. Diese Leistung war gegen die spielerisch deutlich besseren Gäste allerdings auch unbedingt erforderlich.
VfL kombiniert
Die Wildeshauser Mannschaft von Jürgen Gaden nahm von Beginn an das Spiel in die Hand und zeigte teilweise flüssige Kombinationen, die wiederholt auch zu Tormöglichkeiten führten. Schon in der dritten Minute schlug Marco Gruel eine gefühlvolle Flanke auf Sascha Görke, der das Tor aber knapp verfehlte. Ein trockener Schuss Görkes blieb nur wenige Minuten später in der TSV-Abwehr hängen. Während Wildeshausen spielerische Akzente setzte, versuchten die Platzherren mit langen Bällen besonders Marko Schrank in Szene zu setzen, was aber zunächst nicht gelang.
In der 14. Minute traf Gästespieler Marco Gruel den Torpfosten, und nur Sekunden später sein Mannschaftskamerad Rene Tramitzke die Torlatte. Auch in der Folge machte der VfL das Spiel. Einen von Lennart Flege per Kopf verlängerten Ball drosch Tramitzke allerdings knapp über das Tor der Platzherren (26.). Die Gäste, die bis dahin so überlegen gespielt hatten, ließen sich durch ein Missgeschick von Daniel Pasker völlig aus dem Konzept bringen (30.). Einen Freistoß der Gastgeber verlängerte er per Kopf in den Torwinkel des eigenen Tores zur glücklichen TSV-Führung.
Gäste verunsichert
In der Folge nahm die Verunsicherung beim Gast deutlich zu, und der Tabellenvorletzte nutzte das, aus um seine Führung auszubauen. Nach einem schönen Spielzug über die linke Angriffsseite schob Apostolos Papakostas einen vom VfL-Torhüter Sebastian Pundsack abgewehrten Schuss von Neuzugang Sven Apostel zum 2:0 ein.
Zum zweiten Abschnitt wechselte VfL-Trainer Jürgen Gaden dann Liridon Stublla für Tobias Düser ein, um mehr Druck nach vorne zu entwickeln. Das gelang zunächst auch, obwohl echte Torgefahr auch von ihm nicht ausging. Überhaupt ließen die Gäste das schnelle Spiel vermissen, welches sie in dieser Saison schon häufig gezeigt hatten.
Jannik Schrank trifft
Die Tormöglichkeiten der Wildeshauser in Halbzeit zwei konnten an einer Hand abgelesen werden. Dabei zeigte sich TSV-Torhüter Thorben Riechers besonders bei Schüssen von Tramitzke (47.), Stublla (74.) und Flege (74.) auf dem Posten. Zwischenzeitlich hätte der eingewechselte Jannik Schrank in der 63. Minute die Entscheidung herbei führen können. Frei stehend vor Torhüter Pundsack war er aber zu unentschlossen und vergab diese gute Möglichkeit. Das Versäumte holte er aber in der 83. Minute nach, als sein Bruder Marko nach einem Steilpass unaufhaltsam auf der rechten Seite davonzog und ihm den Ball mustergültig zum 3:0 vorlegte.
