GANDERKESEE - GANDERKESEE - Die Bezirksliga-Fußballer des TSV Ganderkesee haben Moral bewiesen. Nach einer 1:0-Führung gerieten sie gegen den BV Bockhorn binnen zwei Minuten 1:2 in Rückstand. Im Gegensatz zu vorherigen Spielen steckten sie nicht auf, kamen zum Ausgleich und am Ende zum verdienten und wichtigen 3:2-Erfolg, der ihnen den Erhalt der Klasse einen Schritt näher gebracht hat.

Die 100 Zuschauer bekamen keine Partie zu sehen, die auf einem spielerisch hohen Niveau stand. Dafür aber war das Spiel temporeich, von der ersten bis zur letzten Minute umkämpft und spannend, was vor allem TSV-Trainer Matthias Trätmar zu schaffen machte, der unendlich leiden musste.

Im ersten Abschnitt besaßen die Gastgeber leichte Vorteile, die sie dank ihres Torjägers Maher Malki auch zur Führung nutzten. Die Gäste, die sich ganz auf Konter und die Stärke ihres Torjägers Oliver Röben verließen, erarbeiteten sich hingegen nur eine Chance, die Intemann bravourös (15.) hielt. Glück hatten die Gäste, dass ihr Abwehrspieler Eibers im letzten Moment ein Eigentor verhinderte (23.).

In der Endphase des ersten und der Anfangsphase des zweiten Abschnitts war dann die Aufteilung in der TSV-Deckung gehörig durcheinander geraten. Die routinierten Gäste erkannten dies blitzschnell und nutzten es eiskalt zur 2:1-Führung. Das drohende Unheil des TSV wurde aber prompt abgewendet, als der einsatzfreudige Jens Bauer Maher Malki gezielt bediente. Der guckte sich den BV-Keeper aus und sorgte mit dem 2:2 wieder für etwas Ruhe in den Reihen des TSV. Als Koschei nach einer Bauer-Flanke über den Ball trat, rauften sich die Fans schon die Haare. Koschei aber bekam seine zweite Chance, die er zum Siegtreffer nutze.

Danach ist dem TSV anzukreiden, dass er die folgenden Konter zu leichtfertig vergab. Einen verwertete der aufgerückte Badberg noch. Da hatte er allerdings Pech, dass der sichere Schiedsrichter Huscher den Bruchteil einer Sekunde zu früh den Vorteil zugunsten eines Strafstoßes abgepfiffen hatte. Diesen vergab Asche leichtfertig. Gut für ihn, dass es dennoch zum Sieg reichte. Ansonsten hätte er sich wohl harsche Worte des angespannten Trainers und seiner Mitspieler anhören müssen.

TSV: Intemann – Aras (67. Chahrour), Badberg, Reiß, Schwager, Asche, Schüttel (64. Arif), Heinken, Bauer, Malki, Schrank (61, Koschei).

Tore: 1:0 Malki (11.), 1:1 Chakroun (53.), 1:2 Röben (54.), 2:2 Malki (56.), 3:2 Koschei (75.).