GANDERKESEE - Autos haben auf einem Fußballplatz normalerweise nichts zu suchen. Für den silbernen Mercedes-Bus des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat der TSV Ganderkesee am Mittwoch jedoch eine Ausnahme gemacht. Drei solcher DFB-Mobile touren in den kommenden drei Jahren durch Niedersachsen – eines davon war nun auf der Sportanlage am Immerweg zu Gast.
Neben Trainingsmaterialien waren die drei Fußballlehrer – der DFB nennt sie „Teamer“ – Lothar Lischewski, Jörg Beckmann und Antje Baumann mit an Bord. Sie gaben den anwesenden Jugendtrainern, die sowohl vom TSV Ganderkesee als auch von einigen anderen Vereinen kamen, Tipps und Hilfestellungen für eine abwechslungsreiche Trainingsgestaltung.
Training mit Erklärungen
C-Lizenz-Inhaber Lothar Lischewski war für die E-Jugendkicker des TSV Ganderkesee verantwortlich. Während er die 27 Jungen und Mädchen des Jahrgangs 99 trainierte, erklärten A-Lizenz-Inhaber Jörg Beckmann und Antje Baumann, die gerade ihr C-Lizenz erwirbt, den anwesenden Trainern und Betreuern die Übungen.
Auf dem gerade einmal 90 Quadratmeter großen, abgesteckten Feld begann Lothar Lischewskis Programm mit Aufwärmspielen ohne Ball. Danach kam auch das runde Leder ins Spiel: Die E-Jugendlichen trainierten Dribblings und Passspiel. Als Abschluss spielten sie in Vierer-Mannschaften ein „Champions-League-Turnier“ aus.
Anregungen bei Topteams
Während die Nachwuchskicker dem Ball hinterherjagten, stellten deren Trainer und Betreuer den „DFB-Teamern“ reichlich Fragen. Trainer Jörg Beckmann riet ihnen dabei, sich ruhig auch einmal Übungen bei internationalen Topteams wie dem FC Arsenal mit Trainer Arsene Wenger abzuschauen.
Im Anschluss an das Training folgte im Vereinsheim der theoretische Teil. Die DFB-Trainer informierten hierbei über Qualifizierungsmöglichkeiten, die Frauen-Weltmeisterschaft 2011, Mädchenfußball und die integrative Kraft des Fußballs.
Uwe Vogel, der 1. Vorsitzende des TSV Ganderkesee, hatte sich beim Niedersächsischen Fußball-Verband beworben, damit das DFB-Mobil nach Ganderkesee kommt. Er zog ein zufriedenes Fazit: „Es ist toll, dass es geklappt hat und die Kinder und Trainer neue Anregungen bekommen.“ Gerade im jungen Alter sei es im Fußball entscheidend, Technik und Bewegungsabläufe einzustudieren.
