GANDERKESEE - Mal ist er mit Schalke 04 in Andalusien, mal mit den Werder-Profis im türkischen Belek: Raphael Riekers, Trainer der 1. Herren beim TSV Ganderkesee, hat einen Job, um den ihn viele beneiden.
Er arbeitet für die „Burdenski Events GmbH“, die unter anderem Trainingslager für Profi-Fußballvereine organisiert, Fußballschulen betreibt und für diverse Hallenturniere verantwortlich ist.
Der Chef ist selbst ein Idol
Bereits sein Chef ist für Werder-Fans ein Idol: Dieter Burdenski stand in 444 Spielen der ersten Bundesliga für die Bremer im Tor. Der 42-jährige Riekers kennt darüber hinaus so viele aktuelle und ehemalige Fußball-Stars, dass der Umgang mit ihnen Alltag geworden ist. Egal ob Felix Magath, Rudi Völler, Christian Wörns oder Guido Buchwald: „Es sind ganz normale Leute“, sagt Riekers, „mit den einen kommt man besonders gut klar, mit anderen ist es schwieriger.“ Also wie im ganz normalen Leben.
Auf die Frage nach besonderen Spaßvögeln nennt er unter anderem den ehemaligen Werder-Profi Michael Schulz und Eckhard Krautzun, der als Spieler und Trainer Stationen auf der ganzen Welt hinter sich hat und Riekers so viel Einblick in die internationale Fußballwelt beschert.
Über die deutschen Grenzen hinaus gelangt ist er aber auch so. Schließlich organisierte er mit seinem Arbeitgeber alle Champions-League-Spiele für Werder Bremen.
Nicht nur Vergnügen
Begonnen hat es für den Diplom-Ökonomen, der seit zehn Jahren in Ganderkesee wohnt, beim Deutschen-Fußball-Bund (DFB), für den er in der Talentförderung tätig war. Dort traf er auf Dieter Burdenski, dessen Sohn unter Riekers Obhut spielte. Heute ist Riekers ein wichtiges Rad in Burdenskis Agentur.
Sein aktuelles Projekt ist eine Länderspielreise der Traditions-Nationalmannschaft des DFB durch China. Mit dabei sind beispielsweise Thomas von Heesen und Matthias Herget. Die Reise macht deutlich, wie viel Arbeit er in seinen Job stecken muss. Neben all der Organisation gehören anstrengende Flüge von über 14 Stunden zu seinem täglichen Brot.
Ständig unterwegs
„Natürlich ist es ein Traumjob“, sagt er, „aber ich bin auch ständig unterwegs.“ An fast 60 Tagen im Jahr kann er nicht zu Hause bei seiner Frau und den Kindern sein. „Das ist leider die andere Seite der Medaille“, sagt Riekers, dessen Leben sich nahezu komplett um das runde Leder dreht. Schließlich ist er ja auch Trainer beim TSV Ganderkesee. „Auch das ist sehr zeitintensiv“, sagt der Inhaber der DFB-A-Lizenz. Seine Mannschaft spielt derzeit in der Kreisliga. Aber auch hier ist der Fachmann ambitioniert: „Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren in den Bezirk aufzusteigen.“
