Ganderkesee - In der vergangenen Oberligasaison hatten die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg beide Vergleiche gegen den TV Oyten II deutlich gewonnen. Am Sonntag trafen die beiden Teams bereits am ersten Spieltag aufeinander. Und die HSG hatte wesentlich mehr Mühe, um am Ende mit 29:28 (15:13) die zwei Punkte in Ganderkesee zu behalten.

„Insgesamt betrachtet war es ein gutes Auftaktspiel“, sagte HSG-Trainer Timo Stein. „Wir haben gezeigt, dass wir über ein hohes spielerisches Potenzial verfügen. Wir haben zwar nicht alle Möglichkeiten genutzt, aber viele Chancen kreiert – das ist für mich auch wichtig“, meinte Stein.

Die Gastgeberinnen fanden sehr gut in die Partie. Die Abwehr stand im 6:0-Verbund ausgezeichnet, und die neue Torhüterin Mareen Rump wurde bei ihrem Punktspieldebüt direkt zum sicheren Rückhalt. „Sie hat sich gut eingefügt“, lobte ihr Trainer. Auch das Tempospiel nach vorne lief zunächst perfekt, und so bauten Jessica Galle, Mareike Zetzmann und Lisa Busse mit ihren Toren den Vorsprung Mitte der ersten Halbzeit auf 10:4 aus (15. Minute). Doch anschließend wurde das Spiel der HSG etwas zerfahrener. Ballverluste im Angriff führten dazu, dass nun auch die Gäste vermehrt über die erste und zweite Welle erfolgreich waren und von 13:9 auf 14:13 verkürzten. Jessica Galle, am Ende erfolgreichste Werferin in ihrem Team, stellte mit ihrem sechsten von insgesamt neun Treffern das Ergebnis kurz vor dem Pausenpfiff auf 15:13.

Nach dem Seitenwechsel waren die HSG-Spielerinnen wieder voll auf der Höhe. Immer wieder zogen sie in der Offensive sehenswerte Spielkonzeptionen auf und setzen sich über 20:15 (39.) auf 24:16 (43.) ab. Beim 24. Treffer spielte Rump einen langen Pass aus dem eigenen Torraum maßgeschneidert durch die gesamte Halle auf Kerstin Cordes, die kurz vor der Neunmeterlinie den Ball fing und eiskalt im Netz versenkte.

Doch eine Vorentscheidung war dies nicht, denn Oyten kämpfte aufopferungsvoll, während der HSG wie schon zum Ende der ersten Halbzeit die Kräfte auszugehen schienen. Die Gäste kamen heran und glichen in der 57. Minute nach fünf Toren in Folge sogar zum 26:26 aus. Katharina Stuffel und Galle per Siebenmeter stellten aber postwendend die Führung wieder her.

Anschließend war es ausgerechnet Thalia Mahlendorf vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Die Aushilfe aus der zweiten Mannschaft – bis dahin ohne eigenen Torerfolg – zirkelte die Kugel von der linken Außenbahn in die Maschen zum 29:27. Der Anschlusstreffer der Gäste drei Sekunden vor Schluss war nur noch Ergebniskorrektur.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)