Ganderkesee - „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ Mit diesen Worten kommentierte Sören Heeren, Trainer des Fußball-Kreisligisten VfR Wardenburg, am Samstagnachmittag die 1:3 (1:2)-Niederlage seiner Mannschaft beim TSV Ganderkesee und fügte hinzu: „Wir können im Moment wohl nur Pokalspiele.“
Im Gegensatz zum starken Auftritt im Bezirkspokal drei Tage zuvor gegen Tur Abdin Delmenhorst zeigten die Wardenburger in Ganderkesee eine „ganz schlechte Leistung“, wie es Heeren selbst auf den Punkt brachte. Dagegen freute sich Ganderkesee über seinen dritten Sieg in Folge. „Im Moment läuft es gut, das nehmen wir gerne mit“, kommentierte TSV-Trainer Stephan Schüttel den Sprung seiner Elf ins obere Tabellendrittel. „Wir haben wie schon am Mittwoch beim 1:0 gegen Atlas II sehr gut gestanden und nur wenig zugelassen“, sagte Schüttel.
Dabei begann die Partie zunächst ganz nach dem Geschmack der Gäste, die bereits in der fünften Minute durch einen Kopfballtreffer von Sebastian Vogelsang nach Flanke Finn Albertzarth in Führung gingen. Doch das frühe 1:0 gab dem VfR keine Sicherheit, und bereits vier Minuten später schoss Byron Lee Garcia nach Vorarbeit von Lukas Löffler das 1:1. „Das war ganz klar Abseits“, schimpfte Heeren – doch Schiedsrichter Lutz Thalheim gab den Treffer.
Nach dem Ausgleich bestimmte Ganderkesee über weite Strecken das Geschehen und spielte mutiger nach vorne. „Häufig fehlte aber der letzte Pass“, meinte Schüttel. Kurz vor der Pause (41.) gelang den Platzherren dann der Führungstreffer: Benny Latwesen nutzte die Vorarbeit von Fabian Mucker zum 2:1.
Im zweiten Abschnitt bekamen die Wardenburger ein optisches Übergewicht und besaßen spätestens ab der 60. Minute „gefühlt“ 70 Prozent Ballbesitz – doch der Ertrag blieb aus. Während Ganderkesee mit einem Konter sowie einem Freistoß weiterhin gefährlich blieb, verzeichnete Wardenburg lediglich in der Schlussphase zwei nennenswerte Aktionen durch Kilian Schrinner (Distanzschuss und Kopfball/89.; 90.). Beim letzten Eckball für den VfR stürmte sogar Torhüter Torben Engelbart mit nach vorne, doch es brachte alles nichts. Mit einem platzierten Flachschuss machte Mucker in der Nachspielzeit alles klar (90.+3).
