GANDERKESEE - Mit einer Goldmedaille und zwei Silbermedaillen kehrte die Leichtathletin Bastienne Bischof von der LGG Ganderkesee von den deutschen Hallen-Meisterschaften der Gehörlosen in Dortmund zurück.
In der Klasse A gewann Bischof souverän den Hochsprung mit 1,61 Metern. Der deutsche Hallen-Jugendrekord von 1,65 Metern blieb der Sportlerin aber auch im dritten Versuch verwehrt. Erfreulich war, dass sie diese Höhe ungewohnt mutig anging und nur jeweils knapp scheiterte. Ihr Bundestrainer war zuversichtlich, dass sie diese Höhe im Sommer meistert und sich dann auch für die im Herbst stattfindenden Weltspiele der Gehörlosen qualifizieren wird. Bei 1,40 Metern war Bischof in den Wettkampf eingestiegen, ließ die 1,45 aus und war danach alleine im Wettbewerb. Das gab ihr Auftrieb und so zog sie bis zur Siegeshöhe jeweils im ersten Versuch davon.
Im anschließendem Lauf über 200 Meter ging sie nicht mutig genug in die erste Kurve und konnte so nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen. Dennoch gewann sie die Silbermedaille hinter Georgina Schneid aus München. Im Weitsprung reichte eine durchschnittliche Leistung (4,52 m) ebenfalls zu Silber, allerdings war die Erschöpfung wegen der späten Wettkampfzeit bei allen spürbar, denn keine Athletin erreichte ihre Bestmarke aus dem Sommer.
Erstmals hatte Bischof danach Gelegenheit, in einer 4x200-Meter-Staffel an den Start zu gehen. Seit Jahresbeginn ist sie beim Wuppertaler GSV aktiv, um sich diese Möglichkeit zu erschließen. Sie ging als Startläuferin auf die Hallenrunde und zeigte, dass sie die 200 Meter deutlich besser laufen kann als im Einzelrennen. Wieder gab es Silber hinter dem GSV München.
Wichtiger Maßstab
