GANDERKESEE - Sandra Auffarth freut sich und hat auch allen Grund dazu: Bei der WM der Vielseitigkeitsreiter im französischen Le Lion d’Angers schaffte es die Reiterin vom RV Ganderkesee am Wochenende mit ihrem Hengst Opgun Louvo in der Klasse der siebenjährigen Pferde auf den dritten Platz.
„Das war ein wunderschönes Gelände“, sagt die Ganderkeseerin. Besonders die Atmosphäre mit vielen Zuschauern im Stadion habe ihr gut gefallen. „So etwas hat bestimmt noch keines der startenden Pferde gesehen“, meint sie. Genau darin habe sie vor dem Turnier aber auch ein Problem gesehen: „Ich dachte erst, dass Opgun Louvo noch ein bisschen irritiert ist.“ Genau das Gegenteil war aber schließlich der Fall, und ihr Hengst ließ sich kaum von der großen Zuschauerzahl beeindrucken. Auffarth ist deshalb auch sehr stolz auf ihr Pferd: „Es hätte einfach nichts besser machen können.“
Begonnen hatte das Turnier am Donnerstag mit der Dressurprüfung, in der Auffarth mit 48,10 Minuspunkten den siebten Platz belegte. „Mit der Dressur war ich sehr zufrieden. Er ging sehr gut und zeigte, was er kann“, sagt Auffarth.
Nach der ersten Prüfung hatten Pferd und Reiterin einen Tag Zeit zur Regeneration, bevor es am Sonnabend auf die Cross-Strecke von über 5000 Metern ging. „So eine lange Strecke ist er noch nicht gegangen“, sagt Auffarth. Der siebenjährige Hengst brauchte 9:47 Minuten für die Strecke. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte sie durchaus noch länger sein können, so Auffarth.
Ein letztes Mal Anspannung gab es für Auffarth und ihr Pferd am Sonntag in der letzten Prüfung – dem Springen. Sie blieben ohne Fehler, waren allerdings mit 79,99 Sekunden eine Sekunde langsamer als die Zeitvorgabe. „Er war erst sehr angespannt und nervös. Das gab sich aber, als wir auf dem Parcours waren“, erklärt die Reiterin. Auffarth belegte im Springen den 14. Platz und musste sich in der Gesamtwertung mit 49,10 Minuspunkten nur dem Deutschen Kai Rüder (46,20) und dem Briten William Fox-Pitt (48,70) geschlagen geben. Auffarth und Opgun Louvo gehen mit dem Erfolg in ihre verdiente Winterpause, bevor sie im nächsten Jahr in der offenen Klasse starten.
