GANDERKESEE - Von Erfolgen, zumal von solchen, hatte im Frühjahr noch keiner auch nur geträumt. Wir mussten uns zusammenraufen, erzählte Birte Karrasch, Mannschaftsführerin des RV Grüppenbühren, am Donnerstag. Dabei lachte sie fröhlich. Das von ihr vorgestellte Team des Vereins war gerade vom Dressurplatz am Donnermoor geritten. Eine 8.2 war die Wertnote, die Freya Dreeke mit Pavo, Dirk Fischer mit De Niros Dandy, Josefine Thielhelm mit Velocity und Jessica Schmidt mit Karlito für ihre Präsentation in der Dressurprüfung der Klasse A für Mannschaften erhalten hatten. Besser war vor den Grüppenbührenern kein Team bewertet worden, und es wurde auch keine der folgenden Mannschaften besser bewertet. Damit durfte die Equipe, die erst vor Beginn dieser Turniersaison zusammengestellt worden war, einen weiteren Erfolg feiern. Mit den Siegen kommt aber auch der Spaß, sagte Dirk Fischer.
Karrasch, die eine Pause eingelegt hatte, trieb im Frühjahr die Idee um, dass sich der RVG wieder in Mannschaftsprüfungen vorstellen müsse. Dort habe der Verein schließlich viele Erfolge gefeiert. Wir hatten ein legendäres Männerteam, das sich aber aufgelöst hat, nannte sie ein Beispiel. Daher gab es vor der Saison eine Besprechung, in der zwei Teams entstanden. Das erste legte einen Traumstart hin. In Oldenburg belegte es Platz eins und qualifizierte sich für das Dressurfestival vom 8. bis 10. Juni in Lingen. Das war eine Überraschung, gestand Karrasch. Wir hatten nix erwartet. Der erste Erfolg brachte aber nicht nur Spaß, er führte auch dazu, dass das RVG-Team eine Kür einstudieren musste. Das Zusammenraufen begann. Das war nicht so leicht. Zeitweise haben sie sich umgeritten, berichtete die Mannschaftsführerin. Es sei halt etwas anderes, alleine reiten zu können und nicht darauf achten zu müssen, wo die anderen sind. Es knallte auch mal, gab Karrasch zu, die eine ungewöhnlich besetzte Equipe führt. Die Reiterinnen und der Reiter sind zwischen 15 und 37 Jahre alt. Und die Jüngste, Freya Dreeke, reitet erst seit dieser Saison auf ihrem Pferd, war zuvor mit Ponys am Start. Und doch: Langsam, aber sicher lief es im Training immer besser. Das zeigte sich dann auf den Turnier, beispielsweise in Ganderkesee.
Die Grüppenbührener bereiten sich nun weiter auf die Wettkämpfe in Lingen vor. Sie sind eigentlich schon ihr Saisonhöhepunkt. Lingen ist das Tüpfelchen auf dem I, bestätigte Karrasch. Aber dann ist da ja auch noch das eigene Dressurturnier auf der RVG-Anlage am 23. und 24. Juni. Das ist die Qualifikation für Rastede, merkte Karrasch an. Ein Start beim Landsturnier? Das wäre ein Traum, sagt Jessica Schmidt.
