GANDERKESEE - Ein sportlicher Vormittag für alle Generationen sollte es werden – leider stieß das Ferienpass-Angebot zur Abnahme des Familiensportabzeichens in Ganderkesee auf keinerlei Resonanz: Birgit Bischof und Inge de Groot, die die Sportler betreuen wollten, blieben am Sonntagvormittag ganz allein im Stadion am Habbrügger Weg.

Am Termin könne es nicht gelegen haben, meinten die beiden: Die meisten Familien seien aus dem Urlaub zurück, das Wetter spielte auch mit. „Es wird immer schwerer, die Leute aus dem Haus zu locken“, meinte Birgit Bischof, die so immerhin den freien Vormittag zum eigenen Training nutzen konnte.

Doch auch das stellte die Aktive der LGG Ganderkesee nicht richtig zufrieden. Denn die leichtathletischen Anlagen am Habbrügger Weg sind in einem beklagenswerten, teils sogar gefährlichen Zustand: Vor der Hochsprunganlage dringt Unkraut aus den Spalten zwischen den Kunststoff-Matten hervor, die Anlaufbahnen zur Weitsprunggrube weisen scharfe Bruchkanten auf, im Sandfeld des Kugelstoßer-Bereichs wuchert hohes Gras, und die Laufbahn ist übersät mit dicken Kastanienblättern und abgebrochenen Zweigen. Allein der Rasen des Fußballfeldes hinterlässt einen gepflegten Eindruck.

Die Ganderkeseer Leichtathleten sehen die Verwaltung und den Kommunalservice in der Pflicht. „Wir trainieren hier noch für Landes- und deutsche Meisterschaften“, gibt Inge de Groot zu bedenken. Auch die Schüler des Gymnasiums, die am Habbrügger Weg ihren Sportunterricht absolvieren, hätten bessere Bedingungen verdient, meint sie.

Inge de Groot hat ihre Kritik mittlerweile auch im Rathaus vorgebracht. Sie würde sich wünschen, dass der gesamte Bereich der Sprunganlage mit einer wetterfesten Kunststoffschicht versehen wird, wie es auch in anderen Leichtathletik-Wettkampfstätten üblich ist. Dass die Pflege der Anlage am Habbrügger Weg in den Sommerferien zurückgefahren wurde, können die Ganderkeseer Leichtathleten wohl akzeptieren – aber jetzt, finden sie, müsse dringend etwas geschehen.