Ganderkesee - In Zeiten des Navis ist es für viele Fahrer ungewohnt, sich mit Hilfe einer Straßenkarte zu orientieren. „Nach Karte fahren, das können die Allerwenigsten“, hat Karl-Ernst Meyer vom ADAC-Ortsclub Delmenhorst festgestellt. Dabei kann es durchaus Spaß machen, einmal auf die modernen Hilfsmittel zu verzichten. Die Orientierungsfahrt „Rund um Ganderkesee“ bietet am Samstag, 19. Oktober, Gelegenheit dazu.

Bei der Tour, die um 14 Uhr am Schützenhof in Ganderkesee beginnt und dort nach drei Stunden auch endet, geht es nicht nur ums Kartenlesen. Karl-Ernst Meyer und sein Team halten auch einige knifflige Aufgaben bereit. So kann von den Fahrern verlangt werden, dass sie nicht den geraden Weg nehmen, sondern um einen Baum herumfahren. Zu den Regeln gehört außerdem, dass man eine Straße nicht zweimal befahren darf. „Es gibt Tricks, die es verkomplizieren“, sagt Meyer. „Man muss mit Überlegung fahren.“ Und am besten auch mit einem Beifahrer, der rechtzeitig ansagt, wann abgebogen werden muss.

Die 75 Kilometer lange Tour richtet sich an Fahrer aller Autotypen – Oldtimer sind ebenso willkommen wie neue Fahrzeuge. Fahrer und Beifahrer bilden ein Team. Beim Start bekommen sie einen Satz von Kartenausschnitten mit Orientierungsaufgaben. Schon vorm Losfahren ist mit etwas Pfiffigkeit in der Karte der richtige Weg zu finden. Danach muss diese Strecke dann auch in der Realität gefunden werden. „Da hilft kein Navi, sondern es ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Beifahrer und Fahrer gefragt“, so Meyer. An der Strecke stehen Kontrollschilder mit Nummern, die beim Passieren in die Bordkarte eingetragen werden. Die Fahrt ist besonders für Anfänger und Teams mit wenig Erfahrung gedacht. Deshalb gibt es zwei Klassen für Neulinge und Starter mit etwas Erfahrung.

Wer möchte, kann sich vor dem Start die Spielregeln und einige Beispielaufgaben erklären lassen. Ein Vortrag beginnt um 12.30 Uhr im Schützenhof. Umfangreiche Informationen finden sich auch auf der Internet-Seite des ADAC-Ortsclubs. Dort wartet unter anderem eine Beispielaufgabe auf die Orientierungsfahrer.

Niemand muss sich Sorgen machen, dass er verloren geht: Am Ende fährt ein Schluss-Wagen die Strecke ab und sammelt die Kontrollschilder – und verirrte Autofahrer – wieder ein.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee