Stenum/Ganderkesee - Auf eine gute Hinrunde blicken die Trainer der Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum und TSV Ganderkesee zurück. Als Aufsteiger in die Liga gekommen liegt das TSV-Team von Daniel Lachmund auf dem zwölften Rang, Thomas Baakes Stenumer rangieren sogar auf dem sechsten Platz.

Dabei hatte es für beide Teams zunächst gar nicht gut ausgesehen: Der VfL verlor die ersten fünf Spiele. Dass er danach für acht Spiele ungeschlagen bleibt und dabei sechs Siege einfährt, hatte wohl so niemand erwartet. Völlig überrascht hat es Baake aber auch nicht: „Wenn man fünfmal verliert ist es natürlich erstaunlich, dann so eine Serie hinzulegen. Aber auch bei den Niederlagen haben wir nicht schlecht gespielt. Da waren drei Top-Teams unter den Gegnern“, erklärt Baake.

Sein Team habe sich erst an die Liga gewöhnen müssen. „Die Effektivität ist hier höher als in der Kreisliga. Jeder Fehler kann sofort zum Gegentor führen“, sagt Baake. Seine Mannschaft habe aber immer an sich geglaubt, es habe nur der Knoten platzen müssen.

Das passierte dann im Derby gegen den Nachbarn Ganderkesee, das Stenum 4:0 gewann. „Die Trainingseinheiten waren top – wir brauchten nur ein Erfolgserlebnis“, erläutert Baake. Angesichts der vollen Rückrunde hofft er, dass seine Jungs verletzungsfrei bleiben. „Wir haben noch 17 Spiele. Da muss man das Training dosieren. Ich will die Mannschaft entwickeln“, erklärt Baake, der sich in der Bezirksliga wohl fühlt: „Die Liga macht mir Spaß.“

In Ganderkesee begann die Saison mit schlechten Voraussetzungen: In der Vorbereitung waren bis zu zwölf Spieler verletzt, die ersten Spiele habe Lachmund mit „einem Mix aus 1. bis 4. Herren und A-Jugend“ ausgetragen. Trotz holperigen Saisonstarts hat der TSV aber „die wichtigen Spiele gewonnen – oder zumindest nicht verloren“, zum Beispiel gegen Tur Abdin und Abbehausen.

Lachmund ist selbst mit dem zwölften Platz nicht voll zufrieden. „Für den Verein ist das sicher in Ordnung. Aber ich glaube, wir sind besser. Wenn wir Zehnter werden, wäre das super“, sagt der Coach. Zur Rückrunde hat der TSV dafür auch „alle Mann an Bord“ – und bekommt durch den 18-jährigen Sascha Reepel sogar noch Verstärkung aus der A-Jugend.