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NWZonline.de Sport

Eisenbichler nistet sich auf Rang zwei ein

02.01.2019

Garmisch-Partenkirchen Markus Eisenbichler legte die Hände aneinander und verneigte sich lächelnd vor Überflieger Ryoyu Kobayashi. Der derzeit beste deutsche Skispringer hat mit Sprüngen auf 138 und 135 Meter und Platz zwei beim traditionellen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen eindrucksvoll die deutschen Chancen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee gewahrt. „Ich bin mega happy“, sagte Eisenbichler, der sich wie schon in Oberstdorf nur Kobayashi geschlagen geben musste.

Auf Rang eins fehlte etwa ein Meter. In der Gesamtwertung läuft nun alles auf einen Zweikampf des 27-Jährigen aus dem bayerischen Siegsdorf mit dem fünf Jahre jüngeren Japaner hinaus.

„Das ist eine tolle Ausgangsposition“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Eisenbichler, der als Vorletzter am Dienstag von der Schanze gesprungen war, wurde bereits vor Kobayashis entscheidendem Versuch von seinen euphorischen Teamkollegen geherzt und gefeiert. Dass es zum zweiten Mal knapp nicht zum Sieg reichte, ärgerte „Eisei“ nur kurz. Natürlich habe er gehofft, „dass es reicht für den ersten Sieg in einem Weltcup“, sagte er, betonte aber sogleich: „Das genieße ich. Das erlebt man nicht alle Tage, dass man auf dem Podest steht.“

Vor 21 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Großen Olympiaschanze stellte Eisenbichler seine Ausnahmeform wie schon bei seinem zweiten Platz am Sonntag in Oberstdorf mit Macht unter Beweis. „Vor allem der erste Sprung war erste Sahne“, lobte Schuster. Sein derzeitiger Musterschüler, der in der Vergangenheit seine oft starken Trainingsleistungen nicht in den Wettkampf übertragen konnte, hat ein konstant hohes Niveau erreicht. Bei der Tournee wirkt er befreit und voll fokussiert. Vor seinem letzten Sprung in Garmisch klopfte er sich immer wieder mit Wucht auf die Brust, stimmte sich auf den entscheidenden Versuch ein.

Von den zwölf für die K.o.-Duelle qualifizierten Springern des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) erreichten sechs in Garmisch den zweiten Durchgang und holten damit Weltcup-Punkte. Als zweitbester DSV-Adler wurde Stephan Leyhe Siebter. Ex-Weltmeister Severin Freund scheiterte als 41. erneut im ersten Durchgang. Damit ist die Tournee für den 30-Jährigen, der nach langer Verletzungspause um den Anschluss kämpft, beendet.

Nach einem Ruhetag geht es an diesem Donnerstag (14 Uhr/ARD) mit der Qualifikation in Innsbruck weiter. Der Wettkampf findet an diesem Freitag (14 Uhr/ARD) statt.

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