Garrel - Isabelle Jongenelen und Lisa-Marie Fragge machte der Trainer-Einsatz richtig Spaß. Die beiden Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg brachten den Mädchen und Jungen des Handball-Camps am Donnerstag in der Garreler Sporthalle manche Tricks und Kniffe des Handball-Sports bei. Vollen Einsatz zeigten in den Trainingseinheiten auch die 50 Mädchen und Jungen, die sich angemeldet hatten.

Das Handball-Camp hatte die Handball-Abteilung des BV Garrel in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerichtet. Angesprochen waren F- bis D-Jugendliche. Mit der Resonanz zufrieden zeigten sich Christina Bruns und Thomas Grotjan vom Organisationsteam. Entstanden war die Idee für diese Aktion aus der Initiative „Jugend begeistern“.

Seit Anfang des Jahres sind die Aktivitäten zur Förderung der Jugend in der „Handballschmiede“ gebündelt – neben dem Handball-Camp etwa der „Tag des Handballs“ oder die „Fahrt zum VfL“ und vieles mehr. Ziel der „Handballschmiede“ soll es sein, Kinder für den Sport zu begeistern, aber auch die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Abteilung zu fördern. Zudem sollen Talente gefördert und Trainer und Betreuer ausgebildet werden.

Dass der BV Garrel über einen Fundus an begeisterten Handballern verfügt, belegte einmal mehr das Handball-Camp. Als Vorbild für viele konnte Lisa-Marie Fragge dienen. Die Garrelerin war in der B-Jugend zum VfL Oldenburg gewechselt und hat den Sprung in das Bundesliga-Team geschafft.

Auch aus den eigenen Reihen hatten die Garreler fachkundiges Personal für das Handball-Camp im Aufgebot: Steffi Jandt aus der 1. Damen gab ein Torwarttraining und Michael Siemer, der als Spielertrainer der 1. Herren aktiv ist, nahm sich der künftigen Kreisläufer an. Insgesamt elf Trainer und Betreuer waren im Einsatz.

Zwar steht das Handball-Camp allen Kindern der entsprechenden Altersstufen offen, in diesem Jahr hatten sich allerdings ausschließlich aktive Handballer angemeldet, schilderte Christina Bruns. Die Trainingseinheiten seien deutlich spielerischer aufgebaut gewesen als im normalen Training, berichtete Thomas Grotjan. Auch Koordinationsübungen oder Laufspiele standen auf dem Programm. In drei Gruppen unterteilt wurde in drei Hallen trainiert. Geboten wurde aber nicht nur Handball – wenngleich der natürlich im Mittelpunkt stand.

Eine Abkühlung vom schweißtreibenden Training verschaffte das „Disco-Schwimmen“ am Donnerstagabend nach den regulären Öffnungszeiten des Hallenbades. Einen Dank sprach Christina Bruns dafür Schwimmmeister Thomas Böckmann aus, der das ermöglicht hatte. Weiterer Höhepunkt: die Übernachtung in der Sporthalle. Auch ein spannender Film vor dem Einschlafen durfte nicht fehlen.

Das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen bildete den Abschluss. Als Erinnerung bleibt den Teilnehmern das diesjährige Handball-Camp-Shirt.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)