GARREL/FRIESOYTHE - Überflieger wollen arg gebeutelten Gegner nicht unterschätzen: „Ich sehe in dem Spiel keinen Favoriten“, sagt der Friesoyther Coach Günter Witte vor dem Handball-Derby beim BV Garrel (Sonntag, 17.15 Uhr). Zwar hat sein Landesklassen-Team in einer ganz starken Hinrunde elf Punkte mehr gesammelt als die Garreler, aber die „beherrschen trotz der vielen Verletzten immer noch das Tempospiel“. Außerdem haben die Garreler drei Spiele weniger bestritten – auch eine Folge der großen Verletzungssorgen.
„Vielleicht können wir ja unsere zahlenmäßige Überlegenheit nutzen“, sagt Witte, und ist sich doch nicht ganz sicher, ob die Garreler ersatzgeschwächt antreten müssen: „Vielleicht hat in Garrel ja über Weihnachten ein Wunderheiler gewirkt.“
„Die Personalsituation hat sich bei uns nicht wesentlich verbessert“, macht Trainer Heiner Grotjan klar, dass der Wunderheiler den Weg nach Garrel nicht gefunden hat. „Ich werde wahrscheinlich Spieler aus unserer zweiten Mannschaft bitten, für uns aufzulaufen – Thomas Grotjan zum Beispiel.“
Aber nicht nur die Verletzungsprobleme der Garreler sprechen für einen Erfolg des Tabellenvierten aus Friesoythe. Die Witte-Sieben hat auswärts erst einen Punkt abgegeben – ihre zwei Saisonniederlagen kassierte die HSG in eigener Halle.
Die Garreler haben eine ausgeglichene Heim-Bilanz. Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. Allerdings sind Derbys keine normalen Spiele, das unterstreicht auch Günter Witte: „Ein Spiel gegen Garrel ist für uns immer etwas Besonderes.“
Eines ist aber schon sicher: Das Team, das am Sonntag den Kürzeren zieht, bekommt ganz schnell die Chance auf Revanche. Das Rückspiel in Friesoythe ist auf Sonnabend, 17. Januar, angesetzt.
