GARREL - Sie haben sich erst vor kurzem gegenübergestanden, und doch wissen sie kaum etwas übereinander. Wenn sich die Garreler Oberliga-Handballerinnen und die Spielerinnen des Aufsteigers HSG Wilhelmshaven am Sonntag ab 14 Uhr in der Jadestadt duellieren, treffen zwei unbekannte Bekannte aufeinander.
„Das ein oder andere Gesicht werden wir wohl wiedererkennen“, sagt Ines Langkabel, Rückraumspielerin und Co-Trainerin des BV Garrel. „Schließlich haben wir im Sommer beim großen Garreler Turnier gegeneinander gespielt. Das war allerdings draußen, und da spielt man ganz anders als in der Halle.“
Auch wenn sie bei dem Vergleich im Freien nicht viel über die Stärken und Schwächen des Gegners, der in dieser Saison noch kein Punktspiel absolviert hat, herausfinden konnte, so weiß Langkabel doch eins: „Das ist eine Wühlertruppe mit vielen Spielerinnen, die gerne ins Eins-gegen-eins gehen.“ Und gegen solche Mannschaften sind Willenskraft und Schnelligkeit gefragt. „Wir werden Tempo machen“, kündigt Langkabel an. „Schließlich haben wir junge, dynamische Spielerinnen auf den Außenpositionen.“
Allerdings wird Trainerin Birgit Deeben in Wilhelmshaven auf zwei ihrer Talente verzichten müssen. Torhüterin Laura Krogmann (beruflich verhindert) und Ellen Tiedeken (privat verhindert) werden ebenso wie Routinier Nina Bruck (privat verhindert) fehlen. So wird der BV Garrel wohl nur mit einer Torhüterin – Steffi Aumann – anreisen. Dennoch ist Langkabel optimistisch. Der Sieg gegen die alten Bekannten vom VfL Oldenburg III hat Mut gemacht. Nun sollen die Wilhelmshavenerinnen den BV Garrel richtig kennen lernen.
