Garrel/Cloppenburg - Die einen freuen sich über einen exzellenten Lauf (BV Garrel) – die anderen freuen sich auf ein Derby, in dem sie in der Rolle des Außenseiters dennoch für Furore sorgen könnten (TV Cloppenburg). Alles ist bestens angerichtet für ein attraktiven Handball-Oberligaspiel der Frauen in Garrel an diesem Sonntag (18 Uhr, Halle St.-Johannes-Straße).

Quasi als Vorspeise gab es am Donnerstagabend das Nachholspiel des BV Garrel gegen den Elsflether TB – die NWZ  berichtete. Der TVC hatte sein Training vorverlegt, um dann geschlossen den Rivalen zu beobachten und waren beeindruckt nach dem 40:28-Sieg des BVG. „Garrel hat einen Lauf und spielte Elsfleth nach der Pause an die Wand. Interessant war für mich auch, wie Garrel Elsfleths gefährlichste Spielerin Jennifer Adami aus dem Spiel genommen hat“, denkt Theo Niehaus, Trainer des TV Cloppenburg, nicht nur ans Derby sondern auch an die Aufgabe eine Woche später zu Hause gegen den ETB.

BV Garrel spiele sehr stabil, daher müsse sein Team geschickt agieren und vor allem im Angriff wenig Fehler machen, um die gefürchteten Konter zu vermeiden, sagte Niehaus. Auf Jana Fiswick (privat verhindert) muss er ebenso verzichten wie auf Lena Backhaus. Die Torhüterin mit Zweitspielrecht für die zeitgleich aktive A-Jugend des BV Garrel, wird, da sie hier mehr Spielanteile bekommt, dort mitwirken. „Das akzeptieren wir und gehen das Risiko ein, mit Katja Kröger als einziger Torhüterin anzutreten“, sagt Niehaus, der sein Team in der Außenseiterrolle sieht, aber auf Ehrgeiz und Kampfkraft seiner Schützlinge setzt, wobei abzuwarten ist, wieweit die angeschlagenen Wiebke Neelen, Laura Lübbe und Tatjana Hofmann eingreifen können.

Für Birgit Deeben, Trainerin des BV Garrel, läuft es wie geschnitten Brot. „Ich bin stolz auf mein Team, vor allem, wie sie gegen Elsfleth die taktischen Änderungen glänzend umgesetzt hat“, sagte Deeben. So wurde schnell erkannt, das Jennifer Adami, die zum 8:10-Rückstand des BVC fünf Tore beitrug, nach gut 15 Minuten kurz gedeckt werden musste. Das funktionierte genauso wie das Verhalten ihrer Rückraumschützin Sarah Weiland, die, früh mit zwei Zeitstrafen belastet, im Wechsel mit Tina Deeben nur noch im Angriff agierte und am Ende zehn Treffer verbuchte. Alles klappte nach dem 14:13-Pausenstand wie am Schnürchen. Von der 43. Minute (23:20) an bis zur 50. Minute (30:22) fegte der BVG-Hurrikan über den ETB hinweg, was beeindruckte, aber am Sonntag gegen den TV Cloppenburg aber ganz anders sein könnte, wie Deeben betonte.

„Halten wird das Tempo hoch, spielen in der Deckung so wie gegen Hude/Falkenburg über 60 Minuten und zeigen die Leistung gegen Elsfleth über 45 Minuten, dann sollten wir gewinnen“, sagt Deeben, die mächtig Respekt vor dem TVC hat, der eingespielt und auch gut in Form sei. Vielleicht gibt es ja ein ähnlich knappes Derby wie im Vorjahr, als Garrel zu Hause 17:16 gewann, die Retourkutsche mit einem 23:22 für Cloppenburg folgte dann . . .