GARREL/HöLTINGHAUSEN - Ein angeschlagener Boxer gilt als gefährlich. Was passiert, wenn zwei angeschlagene Boxer aufeinander treffen, wird sich am Sonntag ab 17 Uhr in Garrel zeigen. Bevor die Handballerinnen der BVG-Reserve und des SV Höltinghausen gegeneinander um den Sieg kämpfen können, müssen sie allerdings erst einmal die eigenen Probleme bekämpfen. Während BVG-Coach Dirk Maschke über diverse Krankheitsfälle innerhalb seiner Mannschaft klagt, ärgert sich SVH-Interims-Trainerin Kerstin Wichmann über fehlende Trainingszeiten. Die Fußballer haben dafür gesorgt, dass die Gäste in der Emsteker Turnhalle nicht so oft wie gewünscht trainieren konnten.

Dennoch gehen die Höltinghauserinnen optimistisch in die Partie. Noch zu Beginn der Saison der Garreler Reserve in eigener Halle knapp unterlegen (30:31), hat der SVH zuletzt einen klaren Aufwärtstrend erkennen lassen. Fünf Punkte aus den letzten vier Spielen reichten zwar nicht zum Sprung vom letzten Tabellenplatz, der Anschluss an die anderen Kellerteams ist aber längst hergestellt. Fraglich ist, ob der SVH die ansteigende Form durch die – erzwungenermaßen fast trainingsfreie – Winterpause retten konnte.

Zudem ist fraglich, ob die an der Schulter verletzte Claudia Lützenrath spielen kann. Dafür ist Sandra Niehaus wieder mit von der Partie. Außerdem plant Wichmann, für die Partie in Garrel erneut A-Jugendliche zu nominieren. Die Interims-Trainerin, die weiterhin optimistisch ist, dass Markus Meier das Amt übernimmt, vermutet, dass „Garrel ein hohes Tempo gehen wird.“ Da müsse ihr Team von Beginn an dagegenhalten. Außerdem weist Wichmann auf die Stärke der Garrelerinnen in Eins-gegen-Eins-Situationen hin.

Der Niederlage zu Beginn der Saison misst Wichmann allerdings nicht mehr viel Bedeutung bei: „Da sind wir nicht mit der Garreler 5-1-Deckung klar gekommen und haben wirklich dämliche Fehler gemacht.“ Dass aus dem Hinspiel keine großen Schlüsse auf das anstehende Derby gezogen werden können, sieht auch Dirk Maschke so. „Der SVH hat jetzt ja eine ganz andere Mannschaft“, spielt er auf Höltinghauser Abgänge an.

Während die Höltinghauserinnen auf einen Aufwärtstrend in den letzten Spielen der Hinrunde verweisen können, zeigte die Leistungskurve seines Teams zuletzt eher nach unten. Nach gutem Beginn kam der BVG II in den letzten sechs Spielen nur noch zu zwei Punkten. „Da war aber auch viel Pech dabei“, sagt Maschke. „Wir haben zu oft nur Latte und Pfosten getroffen.“