Schauer und eher kühle Temperaturen ließen das Sommerfest des TSV Großenkneten nahe des Vereinsheims von der Besucheranzahl eher überschaubar bleiben. Zu dem Saisonabschluss waren alle Mitglieder der Turnabteilung und des Vereins eingeladen worden. Doch die meisten zogen aber eher einen gemütlichen Sonntag in den eigenen vier Wänden vor. „Wir haben leider nur wenig Zuspruch erfahren“, bedauerten Übungsleiterin Sonja Otte und Abteilungsleiterin Susanne Pöthke. Alle diejenigen, die sich trotz des schlechten Wetters aus dem Haus gewagt hatten, hatten dafür umso mehr Spaß. Im Vereinsheim gab es Kaffee und Kuchen, und rund ums Vereinsheim hatten die Mitglieder der Turnabteilung zehn Stationen mit lustigen Spielen aufgebaut. Die kleinen Gäste konnten sich im Ringweitwurf, Gummistiefelwurf, Hüpfpferderennen, im Bobbycar-Parcours, beim Sackhüpfen und weiteren spaßige Aktionen ausprobieren.

Mit dem gemeinsamen Besuch des Sonntagsgottesdienstes in der St. Marien-Kirche in Großenkneten eröffneten die Anlieger der Straße „Gartenweg“ ihr Jubiläums-Straßenfest. Vor 50 Jahren waren hier zunächst neun Häuser entstanden. Heute sind es elf. Das wollten die Anlieger feiern. Am 1. Juli 1961 wurde das erste Haus trotz einer noch fehlenden Treppe und des Stromanschlusses bezogen. Sechs Gebäude werden immer noch von den ehemaligen Häuselbauer bewohnt. Drei Häuser haben neue Besitzer und zwei Neubauten kamen hinzu, berichtete Ute Banneit.

Am Gartenweg in Großenkneten wird Nachbarschaft noch groß geschrieben. Die gute Gemeinschaft findet Ausdruck in Nachbarschaftshilfe und einem vertrauensvollen Verhältnis. Der Hausschlüssel wird im Urlaub beim Nachbarn abgegeben. Zum Gemeinschaftsleben gehören das Maibaumsetzen, die Kohlfahrt im Winter und das Kürbisfest im Herbst. Am Sonntag folgte die Feier des 50. Geburtstages der Nachbarschaft. Dazu war im Vorfeld eine Ehrenpforte gebunden und aufgestellt worden.

Nach dem Kirchgang stand das Essen in der Kneter Gaststätte Kempermann im Mittelpunkt. Eine Kaffeetafel und das gemütliche Beisammensein rundeten das Jubiläumsstraßenfest ab.

Das 61. Schleuderballturnier in Westrittrum richtete jetzt der SV Rittrum aus. Sieger in der Kreisklasse wurde der Oldenbroker TV. Gastgeber SV Rittrum gelang der Pokalsieg in der Bezirksklasse. Der SV Altenhuntorf I schaffte in der Bezirksliga den Pokalgewinn. Auf Landesligaebene gab es keine Meldungen.

Im Völkerball siegte der SV Rittrum (90 Punkte, 32 Spieler) vor Großenkneten (8,/27), Halenhorst (4/25) und Hengstlage (3/20).

Auch reichlich Prominenz hatte sich zu dem sportlichen Ereignis eingefunden. Gekommen waren der Landesfachwart für Schleuderball, Uli Rach, Erster Kreisrat Karsten Harding, Bundesobmann a.D. nach über 20 Jahren, Heino Fuhrken, der stellvertretende Bürgermeister Rolf Jessen, der stellvertretende Landrat Ernst-August Bode, die Großenkneter Ratsfrau Andrea Naber und der Vorsitzende des benachbarten TuS Ostrittrum, Egon Koopmans.

Zu den „Kneten Open“ trafen sich jetzt insgesamt 18 Mannschaften im Stadion am Esch. Die Mannschaften wurden von Ausrichter Eckart Paradies in die zwei Kategorien „Hobby“ und „Profis“ aufgeteilt. Bei den Hobbymannschaften kamen auf Platz 1 die Oldenburger Senfeulen, Platz 2 ging an Pretty in Pink, Platz 3 holte sich der TSV Wachtel. Auf den weiteren Plätzen landeten die SG Döhlen, Tradi Huntlosen, Unlucky Looser, Lipa und Weich und Blumig. In einem Neun-Meter-Schießen kamen bei den Profis auf Platz 1 Pilaluspalter, gefolgt von Most Wanted auf dem zweiten Platz Most Wanted. , Platz 3 sicherten sich Die Königlichen. Auf den Plätzen folgten 4 FC Esperance Sportif, Calimeros, Spalterlupila, SG Döhlen, Young Gunners, Rockwürste und SC Waldschloss.

Eine Überraschung hatten am Montag die Eltern des katholischen Herz-Jesu-Kindergartens in Ahlhorn für die Kinder und Erzieherinnen organisiert. Zum Abschluss vor den Ferien hatten sie die Puppenspielerin Eva Spilker (ovales Bild) vom Puppentheater Regenbogen eingeladen. „Wir machen das schon seit einigen Jahren so, dass wir vor den Ferien eine Überraschung organisieren, bei der alle etwas gemeinsam machen können“, erklärt Elternvertreterin Anja Thomé. Spilker spielte deshalb im Pfarrheim der katholischen Kirche für die 86 Kinder des Kindergartens „Kroberto- ein komisches Huhn“. Die Kinder waren begeistert von der Geschichte der Henne Gackita, die eigentlich Balletthuhn werden möchte und aus Versehen ein Krokodilküken ausbrütet. Sie jubelten und klatschen und nahmen lautstark Anteil am Schicksal des komischen Kückens. Im Anschluss an die Vorstellung konnten sich die Kinder bei einem extra bestellten Eiswagen eine Kugel ihres Lieblingseises aussuchen.

Zwei Jahre lang haben sich 15 Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) in Ahlhorn angestrengt, um ihr Zertifikat „International Computer Driving Licence“ (ICDL) zu absolvieren. Zweimal pro Woche, manchmal auch an Wochenenden, hatten sie sich von Rainer Niessen, Leiter des ICDL-Testzentrums am DBG, in die Feinheiten der Informatik einweisen lassen. Sieben Module haben sie durchgenommen und damit ein in 148 Ländern der Welt anerkanntes Zertifikat, das Computerkenntnisse ausweist, erlangt. Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett freute sich, dass alle 15 Teilnehmer engagiert am Ball geblieben sind: „Man kämpft da ja manchmal gegen die Verlockung der Freizeit, vor allem wenn man bedenkt, dass die Schüler das alles freiwillig gemacht haben.“