Groß Köhren - Erst richtig Gas geben und dann die Ruhe bewahren: Darauf kam es beim 10. Biathlon des Schützenvereins Groß und Klein Köhren an. Normalerweise setzt sich diese Sportart aus den Disziplinen Skilanglauf und Schießen zusammen. Der Schützenverein ersetzte jedoch den Skilanglauf durch Radfahren.
Bevor die Teilnehmer am Schießstand ihre ersten fünf Versuche abgeben konnten, mussten sie eine zweieinhalb Kilometer lange Radstrecke zurücklegen. „Zum Schluss geht es um Sekunden“, sagte Vereinsvorsitzender Manfred Sander. Auch am Schießstand gab es für Fehlschüsse einen Zeitaufschlag.
Nach den ersten fünf Schüssen stand die zweite Radrunde an, erneut über knapp zweieinhalb Kilometer. Wieder am Ausgangsort eingetroffen, folgten weitere fünf Schüsse, ehe die Zeit gestoppt wurde.
Die Teilnehmer gingen beim Biathlon in diesem Jahr in sieben verschiedenen Klassen an den Start, denn die 32 Biathleten waren immerhin zwischen 13 und 77 Jahre alt. Die Erwachsenen schossen mit Kleinkaliberwaffen, die Kinder und Jugendlichen legten mit Lichtpunkt- und Luftgewehren an.
Erfolgreich waren: Finja Ohlendorf (bis 15 Jahre, in 19:20 Minuten inklusive Strafsekunden), Marc Müller (16 bis 21 Jahre, 17:50 Min.), Malte Sander (22 bis 46 Jahre, 17:10 Min.), Frank Ohlendorf und Manfred Sanderje (47 bis 56 Jahre, beide 21:00 Min.), Wilfried Gerke (57 bis 66 Jahre, 21 Min.), Franz Zawodny (ab 67 Jahre, 20:20 Min.) und Heinrich Hülsemeyer (ab 67 Jahre mit E-Bike, 19:50 Min.). Die schnellste Zeit ohne Strafsekunden hatte der 24-jährige Malte Sander mit 16:30 Minuten. Jüngste Starterin im Teilnehmerfeld war die 13-jährige Finja Ohlendorf.
Nach dem kräftezehrenden Wettkampf wartete diesmal erstmals noch ein weiterer Höhepunkt auf die Sportler und Zuschauer. Mit einem Spanferkelessen ließen etwa 70 Personen den Abend ausklingen. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt war auch keine Ruhe mehr gefragt.
