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NWZonline.de Sport

Gebre Selassie regelt Zukunft geräuschlos

13.07.2017

Zell Am Ziller Es war ein kühler und verregneter Juli-Abend 2012, an dem Theodor Gebre Selassie auf einer Fähre im Hafen von Norderney mit seinen Teamkollegen von Werder Bremen einem Konzert der Band Silbermond lauschte. Etwas verloren stand Gebre Selassie an Deck. Gerade erst war der tschechische Rechtsverteidiger nach seinem EM-Urlaub im Trainingslager der Grün-Weißen eingetroffen.

Fußballprofi Gebre Selassie kannte niemanden, sprach kein Deutsch und auch Englisch nur gebrochen. Fünf Jahre ist das nun her. Inzwischen gehört „Theo“ fast schon zum Werder-Inventar, ist nach Philipp Bargfrede sowie Zlatko Junuzovic der dienstälteste Profi im aktuellen Kader und beherrscht die deutsche Sprache glänzend. Damit kommt er auch im Zillertal prima zurecht, wo Gebre Selassie am Dienstag seinen bis 2018 gültigen Vertrag vorzeitig verlängerte. Wie lange, darüber schweigt sich Werder aus. „Ich darf es nicht verraten“, sagte Gebre Selassie. Der neue Kontrakt dürfte bis 2019 mit der Option auf eine weitere Saison fixiert sein.

Der 30-Jährige ist eine der angenehmen Ausnahmen im Transfer-Getöse. Wo Spieler sich öffentlichkeitswirksam beklagen, jammern, drohen und pokern, regelt Gebre Selassie seine Zukunft geräuschlos. „Ich bin nicht der Casino-Typ, der zockt. Werder hat mir ein sinnvolles Angebot unterbreitet. Das habe ich dann kurz mit meiner Familie besprochen und danach innerhalb von einer Woche angenommen“, erklärte Gebre Selassie.

Im 3-5-2-System kann Gebre Selassie seine Stärken voll zur Geltung bringen. Für ihn war die Entscheidung auch deshalb einfach, weil ihm Stadt und Verein ans Herz gewachsen sind. Ein Bekenntnis, das man dem stets freundlichen Tschechen abnehmen darf. „Ich kann mir in Deutschland keinen anderen Verein vorstellen, bei dem ich spielen möchte. Privat und sportlich sind Bremen und Werder ein gutes Paket. Am liebsten würde ich bis zum Karriereende bleiben“, sagte Gebre Selassie beim Plausch im Posthotel von Zell am Ziller und ergänzte: „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern.“

Lediglich in der Winterpause hatte er sich Gedanken gemacht. Damals kam der Sohn eines äthiopischen Vaters und einer tschechischen Mutter in sieben Spielen zwischen Ende November und Ende Januar auf lediglich 14 Einsatz-Minuten. „Dann aber durfte ich wieder regelmäßig spielen, im 3-5-2-System macht mir das auch richtig Spaß“, sagte Gebre Selassie grinsend.

Am Mittwochabend verlor Werder indes ein Testspiel gegen den englischen Zweitligisten Wolverhampton Wanderers mit 0:1. Das Tor erzielte Nouha Dicko (50. Minute).

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